,,Medizinische Woche „Baden-Baden 2019: Spannendes aus der Naturheilkunde

Mikrobiom / Banerji-Protokolle /Haarausfall /PNP bei Chemo/ Psychookologie/ Homocystein/ Führungswechsel Bernd Ost/ Steffen Wagner

Der Auftakt…

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Der Sitzungsraum 13 im Kongresshaus, zu dem mancher erst nach intensiven Suchen gelangte, war bereits um Punkt neun Uhr am Sonntag des  03.11.2019, zum Beginn der diesjährigen NATUM-Veranstaltung, relativ gut gefüllt, was, wenn man bedenkt, dass bereits der letzte Tag der ,,Medizinschen Wochen Baden-Baden 2019 angebrochen war, längst nicht selbstverständlich war, sollte doch dieses Panel ein ganz besonderes werden …  aber dazu später mehr.
Zunächst begrüßte Dr. med. Bernhard Ost aus Düsseldorf, Vorsitzender der NATUM und seit vielen Jahren in Komplementärmedizin erfahrener Gynäkologe, das Auditorium mit herzlichen Worten, um dann die Moderation an Prof. Dr. med. Harald Meden aus Richterswil (Schweiz) zu übergeben.

Mit dem erste Beitrag,

,,Die Therapie des Ovarialkarzinoms nach den Banerji-Protokollen“

Bildschirmfoto 2019-11-14 um 18.58.12, gehalten von Dr. Miguel Corty Friedrich aus Spanien, El Campello, begab sich dieser dann sogleich auf ein spannendes, bei vielen bis dato unbekanntes Terrain. Diese Protokolle stellten sich nämlich im Wesentlichen nicht als solche, sondern vielmehr als eine homöopathische Vereinfachung der Behandlungen von Tumoren heraus, so auch des Ovarialkarzinomes. Ein indischer Arzt namens Pareshnat Banerji, hatte diese standardisierte Behandlungsmöglichkeit, die auf eine lange Anamnese verzichteten konnte, bereits in den 20er Jahren erfunden, da es zu dieser Zeit in Indien viele Patienten gab, die behandelt werden mußten und zudem die Möglichkeiten in seinem Land sehr begrenzt waren. Da sie auch zusätzlich zu Schulmedizin angewandt werden konnten, schwappte sie in den letzen Jahren auch in die westliche Welt über und werden nun seit einigen Jahren auch in Spanien praktiziert. Obwohl von grandiosen Besserungen der Tumorleiden die Rede ist, wurde bis dato noch keine Erklärung gefunden, wie diese Medikamente tatsächlich wirken sollen, zumal es lediglich drei Anwendungsschemata gibt, die für alle Tumoren gleichermaßen wirken sollen … Eine weitere Evaluierung bleibt abzuwarten, bevor eine Empfehlung in eine Richtung ausgesprochen werden kann.

Weiter ging es, ziemlich genau um 9.30 Uhr mit dem überaus interessanten Vortrag über

,,Vermeidung der Alopezie und Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN)“

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von Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Düsseldorf. Hierbei wurden die Erfolge, welche sich durch die Anwendung von Kühlkappen bzw. Handschuhen und Kühlschuhen während der Chemotherapie erzielen lassen, eindrucksvoll geschildert. Tatschlich konnten diese Kühlverfahren bereits viele Frauen, die wegen eines malignen Mamma-Tumors Chemotherapie erhielten, bei korrekter Anwendung das Ausfallen der Haare bzw. das Auftreten von Gefühlsstörungen in Händen und Füßen, wie es normalerweise unter Chemotherapie durch Angriff der Nerven in und unter der Haut, bzw. Vergiftung der Haarwurzeln geschieht, verhindert werden.

In der nun folgenden Pause bestand die Möglichkeit des Besuchs der interessanten Ausstellung. Egal, ob ,,intelligentes“ Wasser oder neuartige Massagegeräte, um sich über all die vielfältigen Behandlungsoptionen zu informieren, reichten diese 30 Minuten natürlich nicht aus …

Als nächstes wurde aufgrund des unvorhergesehenen Ausfalls des geplanten Redners Dr. med. Awad Shehata aus Regensburg nicht den geplanten Vortrag über  Glyphosat und dessen Einfluss auf biologische Systeme wie das Mikrobiom gehalten, sondern zwei zusätzlichen Vorträge über das

Mikrobiom

. Zum einen erzählte Dr. Bernd Ost lebendig über eigene Erfahrungen zu diesem Thema, zum anderen berichtete Dr. Steffen Wagner, der übrigens auch Moderator dieser Vorträge war, über die speziellen Zusammenhänge zwischen einer Immun-Therapie bei Mamma Ca und dem Mikrobiom.

Danach ging es mit dem regulären Programm weiter, wobei nun der eigentliche Vortrag  über das Mikrobiom, in dem Neben den Grundlagen über die

,,Auswirkungen des mütterlichen Mikrobioms auf das ungeborene Kind“

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Hier ist ein Auszug aus diesem Vortrag 

von Dr. med. Nessy Wagner aus Saarbrücken folgte. Erst in jüngster Zeit hatte man entdeckt, dass das Mikrobiom bei der Gesund-Erhaltung des menschlichen Körpers tatsächlich eine tragende Rolle spielt und die meisten ,,Keime“ eine positive Funktion haben, während andere dem Organismus Schaden zufügen und bekämpft werden müssen! Was läge da näher, als auch hierzu Mikroorganismen einzusetzen? So würde in Zukunft wohl auch die sogenannte ,,Phagentherapie“ bei der Behandlung von Infektionen, die immer öfters durch Antibiotika -resistente Keime ausgelöst werden, eine immer größere Rolle spielen! Ein weiteres interessantes Novum für viele war, dass es tatsächlich Interaktionen zwischen Mutter und dem Ungeborenen über das Mikrobiom zu geben scheint. Zudem beginnt laut einigen Daten die Besiedlung des Kindes mit Abwehrkeimen bereits im Mutterleib und wahrscheinlich nicht erst mit der Geburt. In diesem Zusammenhang wurde auch das ,,Vaginal Seeding“, des Neugeborenen besprochen.

Da die Zeit wie so oft nicht für alle Fragen des Auditoriums ausreichte, wurde auch die Pause für eifrige Gespräche genutzt – ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach praxisorientierter, komplementärer  Medizin ist und wie engagierte Ärzte diese Vortragsreihe auch nutzten, um gegebenenfalls Gehörtes in ihrem Arbeitsalltag zu integrieren.

Nachdem sich alle dennoch ein wenig erholt hatten, ergriff nun Dr. med. Bernhard Ost den Vorsitz und kündigte den Vortrag über

,,Homocystein in der ReproduktionsmedizinBildschirmfoto 2019-11-14 um 19.03.29

von Dr. med. Lena Kissing aus Ravensburg an. ,,Tatsächlich ist dieser Parameter und dessen Stoffwechsel von großer Bedeutung und es ist wichtig, den Spiegel unbedingt im Auge zu halten, trägt er doch maßgeblich zu einer gesunden Schwangerschaft bei!“, wie die Referentin betonte.

Im Anschluss dieses interessanten Vortrages wurde dann der letzte Vortrag mit dem Thema

,,Psycho-Onkologie – Wegweiser auf eigene Ressourcen“

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von Dr. med. Hatice Kaya aus Düsseldorf gehalten. Dabei wurde dem Fachpublikum, das in der Praxis oft onkologische Patienten betreut, viele hilfreiche Daten mit auf den Weg gegeben und noch einmal klar herausgestellt, welch große Bedeutung auch die psychische Unterstützung bei diesem Leiden zukommt.

Als letzten Programmpunkt fand die

Ehrung des langjährigen ersten Vorsitzenden Dr. Bernd Ost

statt, der aktuell sein Amt des ersten Vorsitzenden der NATUM an das zweite vorsitzende Mitglied, Dr. Steffen Wagner abgegeben und dessen bisherigen zweiten Vorsitz übernommen hatte

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Witzige Idee: Eine Künstlerin schnitzt Streichholzmenschen … Bernd Ost bekam einen solchen geschenkt. 

Nach einer Laudatio von seinem Nachfolger, die so manchen im Publikum die Tränen in die Augen getrieben hatte, wurde Dr. Bernd Ost mit Geschenken und weiteren warmen Worten von seinem Vorstand und seiner Vorstandsassistentin, Katrin Harling, herzlich aus dem ersten Vorsitz verabschiedet und das Publikum konnte sehen, welch familiäres Verhältnis an der Spitze der NATUM herrschte

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Und damit endete diese Vortragssitzung der NATUM in Essen in diesem Jahr.

Hoffen wir, dass wir uns alle im Jahr 2020 gesund, fröhlich und mit Freude an neuen Erkenntnissen wiedersehen!

 

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