Erlebnisse als Assistenzärztin …

In diesem Artikel läßt Euch Nessy an ihrem früheren Leben als junge Assistenzärztin um die Jahrtausendwende eintauchen. Fast wäre sie an den harten Bedingungen, die damals herrschten, zerbrochen, aber irgendwie hielt sie durch, weil es ihr Traumjob war und sie mit den Jahren lernte, dass wir auch unsere eigenen Bedürfnisse achten müssen, und auch glücklich sein dürfen!

portrait-nessy.pngHeute habe ich für Euch neben einer Geschichte von meinem Leben Als Assistenzärztin ein paar Impressionen von meinem Leben heute: Immer noch erfülle ich meine Pflichten im Alltag. Aber manchmal in der Vorweihnachtszeit – und auch sonst – breche auch ich aus der alltäglichen Routine aus und gehe auch einmal ,,fort“, was viele Jahre kaum der Fall war, weil ich sehr eingebunden in das Leben war, dass ich  – zugegeben – selbst auferlegt hatte. Heut ist es mir wichtig, auch ein ,,schönes“ Leben mit tollen Erfahrungen zu machen und nehme die Dinge, die um mich herum passieren, viel intensiver wahr. Gerne treffe ich liebe Menschen, gehe zu Weihnachtskonzerten (bevorzugt, wenn Filius singt), besuche auch einmal Ausstellungen (gerne, wenn ich den Künstler persönlich kenne), besuche Partys, wenn einer unserer Freunde etwas besonders Schönes zu feiern hat und schaue bei (manchen) Events auch einmal gerne über meinen Tellerrand und sehe mir andere Lebenswege an …

Das war längst nicht immer so gewesen. Denn viele Jahre galt es für mich nur, den Spagat zwischen Familienmami und guter Ärztin zu schaffen. Ich eilte ständig der Zeit hinterher und hatte das Gefühl, überall nur Schadensbegrenzung betreiben zu können, weil mein Tag nur 24 Stunden hatte. Ich hatte es damals einfach nicht geschafft, mich selbst dabei zu schützen, wie es die Clevernen unter meiner Kollegen taten, sondern versuchte immer, für die Patienten alles zu geben und zudem alles perfekt zu machen, ohne zu sondieren, wie ich dabei selbst auf mich achten könnte und auch meine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Meine Einstellung war die: ,,Ich durfte studieren, habe eine tolle Familie, wollte das alles, also muss ich auch schauen, dass ich das nun wuppe.“

Zugegeben, vielleicht war ich manchmal etwas zu akribisch und so, dass es für meine Kollegen und Vorgesetzten oft unbemerkt blieb – sprich, für mich eigentlich keine Vorteile brachte. Aber Ellbogengehabe verabscheute ich und als mein oberstes Ziel sah ich es immer an, zu erreichen,  dass es meinen Patienten besser ging und wenn sie sich freuten, ,,dass sich endlich einmal jemand richtig um mich kümmert!“. Schließlich hatten sie sich mir anvertraut und konnten nichts für den schlechten Stellenschlüssel – und so ruinierte ich, systematisch und unbemerkt von mir selbst, meinen Körper durch permanenten Schlafmangel, Stress und sehr unregelmäßiger Nahrungszufuhr und – übergangene Infekte. Denn nach jedem Dienst in der Notaufnahme schnappte sich mein immungeschwächter Körper irgendein blödes Bakterium oder Virus auf. So hatte ich jeden Winter mindestens eine Lungenentzündung und unzählige Magen-Darm- Infekte. Kolleginnen und Kollegen von mir, die ähnlich dachten, wurden magersüchtig, depressiv, von unerwünschtem Kinderwunsch geplagt, ließen sich scheiden, fuhren ihre Autos zu Schrott und eine hatte eine schwere Knocheninfektion bekommen. Übrigens die gleiche Kollegin, wegen der ich 72 Stunden am Stück Dienst schob, woraus bei mir wiederum eine schweren Herzmuskelentzündung resultierte. Aber lasst mich die Geschichte von vorne erzählen …

Ultraschall

Es war in meiner Anfangszeit als Assistenzärztin in einer kleinen Krankenhausklitsche, eine ,,Zweigstelle“  eines Krankenhauses mit Maximalversorgung. Ich würde viel lernen, hatte man mir versprochen … Tatsächlich waren nur 2 Ärzte und ein Oberarzt für zwei Stationen und den Kreissaal zuständig, natürlich gingen morgens einige Stunden für Assistenzen im OP drauf, denen einer assistieren musste. Oh ja, wir lernten viel … Allerdings nicht, weil es uns jemand beigebracht hätte, sondern aufgrund dessen, dass wir mit vielen Situationen einfach alleingelassen wurde. Aber ich hatte immer ein ,,ASS “ im Ärmel, besser gesagt in der ,,Kitteltasche“. Da gab es nämlich ein kleines, sehr eng bedrucktes Büchlein, gleich dem Brevier von ,,Fähnlein Fieselschweif, dass Trick, Tick und Track aus allen Nöten half (ehemalige und aktuelle Donald Duck Leser wissen, was ich meine). Es hieß ,,Der Klinikleitfaden“ und ich hatte eines immer bei mir, während die anderen Ausgaben (Gynäkologie, Notfallmedizin, Innere Medizin, …) mit diversen, dickeren ,,Schinken“ aus dem Studium im Arztzimmer standen. So gut wie jede Situation war akribisch abgehandelt, der Rest war Intuition und schließlich hatte ich je studiert. So wuchs ich recht bald in meine Aufgabe hinein und merkte, dass es mir Spaß machte und dass ich zumindest ab und zu die Vorstufe von dem, was ich unter ,guter Ärztin“ verstand, erreichte. Gleichzeitig musste ich allerdings gegen schlechte Bedingungen ankämpfen und ich weinte bittere Tränen, als ich deshalb die erste Patientin verlor.

Es fing damit an, dass ich nur eingeschränkte diagnostische Möglichkeiten hatte, denn ich hatte bei der Patientin, die mit ,,Verdacht auf starke Regelschmerzen“ eingeliefert worden war, im Ultraschall einen unauffälligen Unterbauch gefunden, aber ich fand den Bauchraum voller Blut, ohne, dass ichim ersten Moment die Ursache genau hatte eruieren können und die Frau verschlechterte sich zusehends So dehnte ich meinen Ultraschall aus und betrachtete mir die Aorta … ,,Verdammt!“ schoss es mir durch den Kopf, sollte sie sich soweit erweitert haben, dass sie nun geplatzt war? Aber so richtig sicher war ich natürlich nicht! Das Horrorszenario begann … Es fing damit an, dass  ich  niemand erreichen konnte, der mir auch nur im Ansatz irgendwie ernsthaft geholfen hätte. Laut meines schlauen Buches, sollte man diesen Verdacht sofort im CT bestätigen lassen und dann  – ab in den OP mit der Patientin! ,,CT gibts hier nicht, dazu müssen sie die Frau ins Haupthaus verlegen! Das dauert aber, bis sie sie dort haben und sie brauchen einen Arzt, der sie begleitet, denn sie können nicht hier weg, sie haben ja selbst Patienten,…! Also rief ich im ,,Haupthaus“ den dort Dienst – habenden Assistenten an. ,,Verdacht auf rupturierte Aortendissektion? Mädelchen, Mädelchen! Wissen sie, wie hier der Bär tobt? Woher wollen sie das überhaupt wissen? Rufen sie ihren Oberarzt, wenn der die Diagnose bestätigt, schauen wir weiter.“ Nun war mein Oberarzt längst informiert und er war ,,auf dem Weg“ . Die Mühlen liefen in jener Zeit einfach zu langsam. Obwohl ich die richtige Diagnose gestellt und alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, starb mir diese Patientin unter den Fingern weg … Nachdem ich zwei Stunden alle anderen Patienten vernachlässigt hatte! Denn nun mußte ich schnell in den Kreissaal, da ging es einem Kind schlecht ….

Meine Kollegin, die schon etwas länger als ich ,,dabei“ war, war übrigens eine beherzte, gut Ärztin, die patent ,,bei Fuß“ stand und sich wirklich mit all ihrer Kraft für die Patienten einsetzte. Sie kam mir zäh wie Leder vor, konnte lange ohne Essen und Trinken auskommen und war dennoch immer fröhlich und gut gelaunt. Mit ihrer Energie riss sie mich mit und so sah ich es als ein Zeichen persönlicher Schwäche an, wenn ich bei dem Tempo nicht mithalten konnte.

Allerdings kam der Tag, an dem auch ihr Körper ,,ausstieg“. Sie hatte eine schwere Knochenentzündung bekommen und konnte tatsächlich damit eine ganze Zeit nicht arbeiten, denn ,,das Ding“, wie sie es nannte, musste in der Uniklinik operiert werden.  Das Problem war nur, dass sie bis kurz vor der OP niemanden etwas gesagt hatte, weil sie bis zum Schluss dachte, sie würde das schon irgendwie ,,so“ schaffen.  So stand ich, nachdem sie mich informiert hatte, alleine da. Schluck! Gerade noch hatte ich, nach über 24 Stunden harter Arbeit, erschöpft und müde nach Hause gehen wollen und damit gerechnet, dass sie jeden Moment als Ablöse zur Tür hereinkommen würde! Zudem wartete bei der Tagesmami meine kleine Tochter auf mich und mein Mann würde erst in zwei Stunden nach Hause kommen … da ging schon wieder der Pieper, denn eine Schwangere war in den Kreissaal gekommen ….  Irgendwann war ich jedoch für den Moment ,,fertig“ mit der wichtigsten Arbeit und so erschöpft, dass ich mich an den Schreibtisch setzte, meinen Kopf auf den Tisch legte und sofort einschlief. Und  – oh Wunder – erst nach über einer Stunde klingelte wieder der Pieper, weil irgendwo wieder irgendwas getan werden musste. Mir war ganz schwindelig und ich hatte Probleme, richtig aufzuwachen. schlaftrunken machte ich mich auf den Weg zur Station. Doch als ich die Stufen hinaufging, fiel mir das plötzlich so schwer, dass mir der Schweiß austrat und ich mich kurz hinsetzen musste. Danach ging  es wieder und ich tat, was getan werden musste. Als ich jedoch später in den Kreissaal ging, merkte ich plötzlich, wie mein Herz einem ,,Hüpfer“ machte – und noch einen … Doch ich tat meine Arbeit konzentriert und ohne weiter daran zu denken. Als das Kind da war und ich die frisch gebackene Mami und ihr Kind versorgt hatte, wurde ich in den OP gerufen. Wieder im Treppenhaus merkte ich, wie mein Finger, als ich die Stufen diesmal, wie üblich in flottem Tempo hinauflief, plötzlich eiskalt wurde … Mit war plötzlich ganz schlecht und ich setzte mich. Ich hatte Angst, brechen zu müssen, aber ich hatte ja gar nichts gegessen! Essen – ich mußte was essen … In diesem Moment kam der internistische Oberarzt zufällig vorbei und sah mich so halb auf den Stufen sitzend, halb liegend… ,,Hey, gehts ihnen nicht gut?“ – ,,Doch, alles okay, bin nur müde und mein Herz ist ein bißchen arythmisch…“ Er fühlte meinen Puls, rubbelte meine Arme, packte meine Beine, führte einige Strampelbewegungen durch, dass mir das Blut wieder ins Gesicht schoss und zog mich dann  nach oben. Tatsächlich fühlte ich mich gleich wieder etwas besser. dann sah er mir scharf in die Augen: ,,Gehts wieder etwas? Merken sie sich eines:

,,Hinfallen, Krönchen richten, aufstehen, weitergehen!“

Dann nahm er meine Hand und führte mich wie ein Hundchen neben sich her und ich folgte ihm wortlos in sein Untersuchungszimmer. Nachdem er mich routiniert und in kürzester Zeit abgehört, EKG und  Herzecho gemacht hatte, sagte er sachlich:,, Sie müssen in die Uniklinik, ihr Herz arbeitet nicht mehr richtig und ist entzündet. „- ,,Aber ich kann nicht…!“. Streng sah er mich an: ,,Nein. liebe Frau Doktor! Es ist ernst! Das Krönchen brauch doch länger, bis es repariert ist! Organisieren sie das Nötigste, dann kümmern sie sich um Ersatz und fahren sofort dorthin, oder soll ich ihnen einen Krankenwagen schicken?“ – ,,Nein, schon gut, es geht ja wieder!“ -,,Also dann?“ – ,,Danke ihnen!“

Da fiel mir ein, dass ja die Operation gleich anfangen würde und mein Oberarzt sicher schon warten würde … So rief ich im OP an, aber er hatte bereits eine Schwester zur Assistenz geholt und mir wurde gesagt, dass ich ihn jetzt nicht stören dürfe und er zudem stinkwütend auf mich sei. Das waren ja tolle Aussichten. Was würde ich jetzt machen? Doch kaum hatte ich den Hörer aufgelegt, kam der Anruf, dass es im Kreissaal schwere Komplikationen gab … Ich riss mich zusammen und machte mich wieder auf den Weg. Im Treppenhaus dachte ich an vorher und an die verflixten Stufen…  und wie der Oberarzt mich abgerubbelt hatte und ich mich besser gefühlt hatte, So rubbelte ich mir nun selbst meine Oberarme mit beiden Fäusten und murmelte vor mich hin:

,,Hinfallen, Krönchen richten, Aufstehen weitergehen …“

Da merkte ich, wie mir plötzlich heiß wurde … Und mit der Hitze, die durch meinen Körper kroch, kam eine neue Kraft und ich fühlte mich nun plötzlich warm und – wohl. Das komische Gefühl im Herz war wieder weg und während ich mechanisch, wie von Geisterhand, meine erste Saugglocken-Entbindung absolvierte, ohne auch nur eine Spur von Angst zu haben, fühlte ich mich seltsam ruhig. Lediglich der Schweiß ließ mir in Strömen über das Gesicht, aber das schien niemand zu stören, schließlich forderte diese Art der Entbindung auch viel Kraft. Als alles gut geklappt hatte fühlte ich mich seltsam stoisch. Während ich das Neugeborenen untersuchte, kam der Oberarzt herein. ,,Also, was fällt ihnen eigentlich ein, mich im OP stehen zu lassen?“ Bevor ich antworten konnte, verteidigte mich die Hebamme:,, Jetzt sind sie aber ungerecht, Herr Doktor, sie hatte hier eine wirklich schwierige Entbindung, die sie sehr gut gemacht hat!“- ,,Naja dann … “ antwortete er. ,,Aber sie hätten mich wirklich früher informieren können.“ und nach einer kurzen Pause: ,, Obwohl ich weiß, dass das manchmal nicht geht, also Schwamm drüber!“ Oh weiha, das war kein guter Moment für meine Frage, die ich nun schon so lange aufgeschoben hatte. Dennoch gab ich mir einen Ruck. Es ging schließlich um mein Herz! ,,Ich muss trotzdem kurz mit ihnen reden!“ Aber dazu kam es nicht, denn – wie sollte es anders sein – ging just in diesem Moment sein Pieper. Seine operierte Patientin blutete nach! ,,Sicher hatte er bei der Blutstillung nicht alles gesehen!“ dachte ich mir, denn normalerweise schauten wir Assistenten immer noch einmal, ob wirklich keine Blutung mehr da war, bevor wir den Bauch zunähten. Die Schwester hatte das natürlich nicht gemacht, da sie ja auch nicht zunähen konnte … Und natürlich lag ich mit meiner Vermutung richtig , denn nach fünf Minuten rief er an, ich solle sofort in den OP-kommen. Verdammt. Aber irgendwie ging es mir jetzt wirklich auch wieder  besser. Nach dem Fieberschub waren irgendwie die Lebensgeister in mich zurückgekehrt. Nachdem wir fertig waren und bevor der Oberarzt, auch er sichtlich erschöpft, den OP verlassen konnte, kam dann endlich meine Chance:,,Herr Oberarzt, wir müssen einen Ersatz für mich finden, meine Kollegin hat sich ja krank gemeldet und ich halte das nicht mehr lange durch. Heut früh hatte ich schon Herzrhythmusstörungen, und ich glaube auch , etwas Fieber… “ Er sah mich erstaunt an, tastete meinen Puls und sagte: ,,Also jetzt ist zumindest alles okay, so ein paar Extrasystolen sind bei jungen Mädels nix ungewöhnliches. Ich weiß schon, dass das  jetzt für sie  blöd ist –  mit den vielen Diensten, und sie haben ja auch Familie! Leider können ,,die“ aber erst morgen jemanden vom Haupthaus freimachen. In Notfällen müssen wie  zusammenhalten und auch einmal die Zähne zusammenbeißen, nicht wahr? “ – ,,Aber der Oberarzt der Inneren sagte…“- ,,Frau Doktor Wagner! Es ist gut jetzt! Morgen, okay?“ Dann drehte er sich um und ging. Und ich suchte den Arzneischrank auf die Station auf und warf mir eine Ibuprofen ein …

Als ich am nächsten Tag am späten Nachmittag endlich in der Uniklinik angekommen war, die der Oberarzt der inneren Abteilung schon am Vortag von mir informiert hatte, wurde ich nach einiger Wartezeit, die ich auf einem kalten, zugigen Gang verbracht hatte, von einem respekteinflößenden, hünenhaften Professor untersucht. Mit seinen ausdruckslosen Augen sah er mich danach an, als sei ich irgendwie komplett bescheuert: ,,Ich verstehe ehrlich nicht, dass sie erst jetzt kommen. Das sieht gar nicht gut aus. Sie haben sehr hohe Entzündungszeichen und das Herz ist viel zu schnell. Ob das noch einmal wird, kann ich so noch nicht sagen. Wir behandeln sie jetzt und dann müssen sie zuhause bleiben, Mindestens 6 Wochen! Und merken sie sich eines für die Zukunft:

,, Achte Deinen Körper! Es ist der einzige Ort, an dem Du leben kannst!“

Und tatsächlich hatte er recht Das Herz hat sich nie mehr ganz erholt. Seine Worte sollten mir noch oft im Kopf nachhallen.

Nessy Ärztin 2019-01-22 um 02.29.16

Warum ich Euch das erzähle? Weil es vielleicht erklärt, warum ich jetzt, seit ich, nach Absolvierung zweier Facharztprüfungen, der Notarztausbildung und vielen Jahren Arbeit in Klinik und Praxis, mein Lebens-Konzept verändert habe und endlich Zeit zum Leben habe, dieses schön haben und genießen möchte!

Das Gleiche wünsche ich natürlich auch Euch. Vielleicht seid Ihr ja Patienten, medizinische Angestellte  – Schwestern, Pfleger oder auch Krankengymnasten, Ärzte oder Medizinstudenten … vielleicht ja auch jemand ganz anderes, dem solche Szenarien, wie von mir geschildert, irgendwie bekannt vorkommen …

Auf alle Fälle darf man sich selbst und die Fröhlichkeit in seinem Leben nicht verlieren – egal, was man tut! Achtsamkeit nicht nur dem anderen, sondern auch sich selbst gegenüber ist deshalb ein sehr wichtiges Gut, denn nur so könnt Ihr letztendlich auch für die Gesellschaft nützlich sein!

 

9 Kommentare zu „Erlebnisse als Assistenzärztin …

  1. Mir ist es ein Rätsel, wie dieser Beruf immer noch als Traumjob gelten kann?
    Und dabei denke ich, dass sich die Situation für junge Ärzte/innen heute
    nochmals verschärft hat. 🙄 Da muss man ganz hart im nehmen sein,
    um die Ausbildung zu überstehen – Chapeau an alle, die es schaffen !

    Gefällt 2 Personen

      1. P.S.
        Ich wollte bei dem Baden-Baden Artikel etwas fragen, da ist aber kommentieren nicht möglich: was habt ihr für das niedliche Hotel bezahlt, wenn das kein Geheimnis ist ?

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      2. Hallo Chris! Sorry, dass kommentieren nicht möglich war… Vielleicht hast Du gerade die ,,Phase“ erwischt, als ich noch etwas geändert habe. Manchmal drücke ich zu früh auf ,,veröffentlichen“ und mache das dann rückgängig, bis der Artikel wirklich fertig ist.
        Wir haben bei einem Hotelvergleichsportal das günstigste (uns seriös erscheinende) Angebot genommen, wobei die Preise zur medizinischen Woche vielleicht auch höher als normal sind. Jedenfalls haben wir 228 Euro für zwei Personen/Nacht bezahlt. Das günstigste Angebot wäre 217 Euro gewesen(ich glaube, das hieß etrip-kenn´ich nicht!), wobei uns das irgendwie dubios erschien, da die Zimmer auch auf fast allen anderen Portalen und auch im Hotel selbst zum einen teurer (bis 272 Euro) gewesen wären, zum anderen aber auch schon ausgebucht waren. So hat aber alles einwandfrei geklappt! Auf alle Fälle ist es das echt wert, wenn man es einmal besonders schön und zentrumsnah haben möchte. Vorher waren wir auch schon im Leonardo, was auch sehr konfortabel (sogar mit Pool) war und nur etwa 80 Euro kostete, aber halt nicht diesen romantischen Flair hatte…

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  2. Guten Morgen liebe Dr. Nessy! Deine persönliche Geschichte ist die reinste Horrorstory und wäre sie nicht von Dir, hätte ich sie nicht gelesen. Leider ist das wahre Leben keine Krankenhausserie mit unbegrenzten Möglichkeiten und ganzen Horden von fähigem Personal, und ich wundere mich immer wieder, wie dumm Menschen mit Abitur, Studium und einem klugen Kopf auf den Schultern sein können. Das Dich Menschen, Deine innere Einstellung und die entsprechende Situation zu diesem Krankheitsbild geführt haben, tut wir wirklich unendlich leid! Auf keinem anderen Sektor wird so oft um Leben und Tod gespielt, wie im Gesundheitswesen. Es gibt dennoch viele Menschen, welche Deine Situation gut kennen. Nicht, weil diese Ärzte sind, sondern weil sie Druck haben, lange Arbeitszeiten, unzumutbare Bedingungen, keine Auswege suchen oder finden und und und … Nach sieben Jahren Arbeit, ohne einen Tag Pause, bin ich am Schreibtisch einfach sitzen geblieben und habe überlegt, wie ich jetzt sofort einfach sterben könnte, eine andere Variante meiner persönlichen Tretmühle zu entkommen sah ich nicht. Heute bin ich offiziell bis zur Rente 2031 krankgeschrieben und musste ein neues Leben beginnen, wo wir uns glücklicherweise kennengelernt haben.So hat Dein und mein Schicksal auch etwas Gutes und darüber kann ich wieder froh sein. Hab einen wunderbaren 3. Advent im Kreise Deiner geliebten Menschen ❤

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  3. Lieber Arno! Auch ich freue mich, dass wir uns – ich weiß nicht mehr, wann eigentlich genau, begegnet sind und seit dieser Zeit gegenseitig, neben wohltuendem Smalltalk , auch immer wieder neue, interessante Sichtweisen austauschen und das beide offen und auf eine wertschätzende Art!
    Auch Dir wünsche ich eine wunderschöne Weihnachtszeit mit all Deinen Lieben, beseelt von einer inneren Wärme, die zu bewahren eines der wichtigsten Aufgaben der Menschheit ist …

    Gefällt 1 Person

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