,,Wunderheilung“ mit Phagentherapie! Wie Steffi ihren Mann, als alle Antibiotika versagten, doch noch aus dem Koma holte …

Im Jahre 2015 hatte sich der amerikanische Unternehmer Tom Patterson nach Monaten harter Arbeit einen Traum erfüllt und war mit seiner Frau Steffanie nach Ägypten gereist. Doch die Reise nahm eine dramatische Wendung.Bildschirmfoto 2019-12-12 um 17.48.52

Kaum hatten sich die beiden ein wenig unter der Sonne erholt, erkrankte Tom schon an einem tückischen Keim namens  Acinetobacter baumannii.  Der Keim war bereits berühmt-berüchtigt,  hatte er doch schon während des Irak-Krieges den Soldaten das Leben schwer gemacht, weil er für ihre teilweise sehr schlechte Wundheilung verantwortlich war. So gestaltete sich auch in Toms Fall die Behandlung mehr als schwierig. Da seine Frau Steffanie selbst Leiterin des Global Health Institute der Uni in San Diego war, brachte sie ihren Mann in das dortige Universitätskrankenhaus, wo er sofort mit allen nur möglichen Antibiotika behandelt wurde. Doch welches Antibiotikum auch versucht wurde, nichts brachte Tom eine Besserung. Schließlich fiel er ins Koma. Steffanie Strathdee war verzweifelt.Bildschirmfoto 2019-12-12 um 17.47.10

Tag und Nacht suchte sie mit all ihren Kräften nach einer Therapiemöglichkeit, die ihren Mann doch noch würde retten können. Und das Wunder geschah! Als sie die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, fiel ihr wie aus heiterem Himmel plötzlich ein, dass sie einmal etwas über eine bestimmte Behandlung gelesen hatte, die in einem ähnlich aussichtslosem Fall gewirkt hatte. Die sogenannte Phagentherapie!

Es handelte sich um eine Therapie mit einer Art Viren, Bakteriophagen genannt, die aber keine menschlichen Zellen, sondern nur  Bakterien befällt und diese bekämpfen kann. Dabei bestehen sie nur aus einer Proteinhülle, die im Inneren Nukleinsäure (z. B. DNA), mit kodierten Informationen enthält. Die Phage dockt an die kranke Zelle an und impft ihr bestimmte Befehle ein. Dadurch ändert die befallenen Zelle ihre Eigenschaften  und kann so durch Antibiotika angreifbar oder direkt getötet werden. Bildschirmfoto 2019-12-12 um 18.02.49

 

Obwohl dies vielversprechend klang, war dies allerdings nur ein kleiner Hoffnungsschimmer, denn mit dieser Therapie hatten weder die amerikanischen noch die europäischen Wissenschaftler aktuell Erfahrungen, obwohl es bereits 1917 Félix d’Herelle gelang, damit Cholera und Pest zu behandeln.

1936 gründete er dann gemeinsam mit seinem Freund Georgi Eliava, das bis heute weltweit bekannte Eliava-Institut im georgischen Tiflis. Dies führte dazu, dass sich die Phagentherapie von dort aus verbreitete und noch heute in Georgien und Polen genutzt wird.

Da man jedoch schwere Infektionen seit den 40ern zunehmend auch mit Antibiotika behandelte, verlor die Therapie mit Phagen immer mehr an Bedeutung. Allerdings entwickelten sich unter der immer häufiger eingesetzten Antibiose zunehmend sogenannte ,,multirestistente Keime“, unter denen jetzt auch Tom litt.

Sofort setzte Steffanie alle Hebel in Bewegung und tatsächlich gelang es ihr, eine Sonderzulassung der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zu erwirken, während sich  landesweit die Wissenschaftler schon an die Entwicklung der passenden Phagenmedikamente machte. Obwohl das Risiko eines sogenannten ,,septischen Schocks“ groß war, wurde die erste Ration über Schläuche in Toms Bauchraum gegeben, die zweite dann in eine Vene. Und das Unglaubliche geschah! Die Therapie begann zu wirken. Steffanie konnte es kaum glauben, als ihr Mann am dritten Behandlungstag die Augen aufschlug!

Die beiden waren so überglücklich über die erfolgreiche Behandlung, dass sie ein Buch, schrieben und das Institut IPAHCo gründeten, wo die Phagentherapie weiter erfoscht wird. Dadurch sorgten so dafür, dass sich diese ,,neue, alte Therapie“ weiter verbreitet und verbessert wird. damit sie eines Tages allen Patienten, die sie benötigen zur Verfügung gestellt werden kannBildschirmfoto 2019-12-12 um 17.45.18

Nach diesem Fall interessieren sich nun auch die Ärzte in Deutschland wieder zunehmend für die Phagentherapie. Erste Behandlungserfolge stellte  Professor Christian Willy, Chefarzt der Chirurgie des Bundeswehrkrankenhauses in Berlin vor kurzem vor. Allerdings ist die Durchführung nicht ganz einfach und stellt besondere Anforderungen an die Krankenhäuser. So muß diese Behandlung innerhalb zwei Wochen durchgeführt werden. In diesem Zeitraum müssen die Krankheitserreger identifiziert und spezielle, aufbereitete, bereits hergestellte Bakteriophagen ausgesucht werden.

Dafür muss man aus einem großen Pool auswählen können, denn das Wirkspektrum dieser Therapie ist sehr eng.  So kann es sein, dass verschiedene Unterarten einer Bakterie verschiedene Phagen benötigen, die sie bekämpfen können. Dabei gibt es zwei Arten von Therapien:  So kann es sein, dass Phagen multiresistente Bakterien dazu bringen, Antibiotika gegenüber wieder sensibler zu werden oder aber  dass sie selbst den Keim direkt bekämpfen.

Aber egal wie und auch wenn es noch einige Hürden zu überwinden gibt, diese und ähnliche Therapien sind Hoffnungsträger für eine Zukunft, in der auch schwere Infektionen individuell behandelt werden können!

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Schlafmangel macht dick! Wie man Ghrelin, Leptin & Co aber einfach austricksen kann

Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen: Wie an einer kalifonischen Universität herausgefunden wurde, führt Schlafmangel durch Anstieg des Stoffes Ghrelin zu einer Gewichtszunahme. Normalerweise wird es im Wachzustand freigesetzt und man wird hungrig. Schläft man aber zu wenig, wird es auch abends und nachts freigesetzt – und der Gang zum Kühlschrank ist vorprogrammiert ….

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,,Medizinische Woche „Baden-Baden 2019: Spannendes aus der Naturheilkunde

Mikrobiom / Banerji-Protokolle /Haarausfall /PNP bei Chemo/ Psychookologie/ Homocystein/ Führungswechsel Bernd Ost/ Steffen Wagner

Der Auftakt…

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Der Sitzungsraum 13 im Kongresshaus, zu dem mancher erst nach intensiven Suchen gelangte, war bereits um Punkt neun Uhr am Sonntag des  03.11.2019, zum Beginn der diesjährigen NATUM-Veranstaltung, relativ gut gefüllt, was, wenn man bedenkt, dass bereits der letzte Tag der ,,Medizinschen Wochen Baden-Baden 2019 angebrochen war, längst nicht selbstverständlich war, sollte doch dieses Panel ein ganz besonderes werden …  aber dazu später mehr.
Zunächst begrüßte Dr. med. Bernhard Ost aus Düsseldorf, Vorsitzender der NATUM und seit vielen Jahren in Komplementärmedizin erfahrener Gynäkologe, das Auditorium mit herzlichen Worten, um dann die Moderation an Prof. Dr. med. Harald Meden aus Richterswil (Schweiz) zu übergeben.

Mit dem erste Beitrag,

,,Die Therapie des Ovarialkarzinoms nach den Banerji-Protokollen“

Bildschirmfoto 2019-11-14 um 18.58.12, gehalten von Dr. Miguel Corty Friedrich aus Spanien, El Campello, begab sich dieser dann sogleich auf ein spannendes, bei vielen bis dato unbekanntes Terrain. Diese Protokolle stellten sich nämlich im Wesentlichen nicht als solche, sondern vielmehr als eine homöopathische Vereinfachung der Behandlungen von Tumoren heraus, so auch des Ovarialkarzinomes. Ein indischer Arzt namens Pareshnat Banerji, hatte diese standardisierte Behandlungsmöglichkeit, die auf eine lange Anamnese verzichteten konnte, bereits in den 20er Jahren erfunden, da es zu dieser Zeit in Indien viele Patienten gab, die behandelt werden mußten und zudem die Möglichkeiten in seinem Land sehr begrenzt waren. Da sie auch zusätzlich zu Schulmedizin angewandt werden konnten, schwappte sie in den letzen Jahren auch in die westliche Welt über und werden nun seit einigen Jahren auch in Spanien praktiziert. Obwohl von grandiosen Besserungen der Tumorleiden die Rede ist, wurde bis dato noch keine Erklärung gefunden, wie diese Medikamente tatsächlich wirken sollen, zumal es lediglich drei Anwendungsschemata gibt, die für alle Tumoren gleichermaßen wirken sollen … Eine weitere Evaluierung bleibt abzuwarten, bevor eine Empfehlung in eine Richtung ausgesprochen werden kann.

Weiter ging es, ziemlich genau um 9.30 Uhr mit dem überaus interessanten Vortrag über

,,Vermeidung der Alopezie und Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN)“

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von Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Düsseldorf. Hierbei wurden die Erfolge, welche sich durch die Anwendung von Kühlkappen bzw. Handschuhen und Kühlschuhen während der Chemotherapie erzielen lassen, eindrucksvoll geschildert. Tatschlich konnten diese Kühlverfahren bereits viele Frauen, die wegen eines malignen Mamma-Tumors Chemotherapie erhielten, bei korrekter Anwendung das Ausfallen der Haare bzw. das Auftreten von Gefühlsstörungen in Händen und Füßen, wie es normalerweise unter Chemotherapie durch Angriff der Nerven in und unter der Haut, bzw. Vergiftung der Haarwurzeln geschieht, verhindert werden.

In der nun folgenden Pause bestand die Möglichkeit des Besuchs der interessanten Ausstellung. Egal, ob ,,intelligentes“ Wasser oder neuartige Massagegeräte, um sich über all die vielfältigen Behandlungsoptionen zu informieren, reichten diese 30 Minuten natürlich nicht aus …

Als nächstes wurde aufgrund des unvorhergesehenen Ausfalls des geplanten Redners Dr. med. Awad Shehata aus Regensburg nicht den geplanten Vortrag über  Glyphosat und dessen Einfluss auf biologische Systeme wie das Mikrobiom gehalten, sondern zwei zusätzlichen Vorträge über das

Mikrobiom

. Zum einen erzählte Dr. Bernd Ost lebendig über eigene Erfahrungen zu diesem Thema, zum anderen berichtete Dr. Steffen Wagner, der übrigens auch Moderator dieser Vorträge war, über die speziellen Zusammenhänge zwischen einer Immun-Therapie bei Mamma Ca und dem Mikrobiom.

Danach ging es mit dem regulären Programm weiter, wobei nun der eigentliche Vortrag  über das Mikrobiom, in dem Neben den Grundlagen über die

,,Auswirkungen des mütterlichen Mikrobioms auf das ungeborene Kind“

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Hier ist ein Auszug aus diesem Vortrag 

von Dr. med. Nessy Wagner aus Saarbrücken folgte. Erst in jüngster Zeit hatte man entdeckt, dass das Mikrobiom bei der Gesund-Erhaltung des menschlichen Körpers tatsächlich eine tragende Rolle spielt und die meisten ,,Keime“ eine positive Funktion haben, während andere dem Organismus Schaden zufügen und bekämpft werden müssen! Was läge da näher, als auch hierzu Mikroorganismen einzusetzen? So würde in Zukunft wohl auch die sogenannte ,,Phagentherapie“ bei der Behandlung von Infektionen, die immer öfters durch Antibiotika -resistente Keime ausgelöst werden, eine immer größere Rolle spielen! Ein weiteres interessantes Novum für viele war, dass es tatsächlich Interaktionen zwischen Mutter und dem Ungeborenen über das Mikrobiom zu geben scheint. Zudem beginnt laut einigen Daten die Besiedlung des Kindes mit Abwehrkeimen bereits im Mutterleib und wahrscheinlich nicht erst mit der Geburt. In diesem Zusammenhang wurde auch das ,,Vaginal Seeding“, des Neugeborenen besprochen.

Da die Zeit wie so oft nicht für alle Fragen des Auditoriums ausreichte, wurde auch die Pause für eifrige Gespräche genutzt – ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach praxisorientierter, komplementärer  Medizin ist und wie engagierte Ärzte diese Vortragsreihe auch nutzten, um gegebenenfalls Gehörtes in ihrem Arbeitsalltag zu integrieren.

Nachdem sich alle dennoch ein wenig erholt hatten, ergriff nun Dr. med. Bernhard Ost den Vorsitz und kündigte den Vortrag über

,,Homocystein in der ReproduktionsmedizinBildschirmfoto 2019-11-14 um 19.03.29

von Dr. med. Lena Kissing aus Ravensburg an. ,,Tatsächlich ist dieser Parameter und dessen Stoffwechsel von großer Bedeutung und es ist wichtig, den Spiegel unbedingt im Auge zu halten, trägt er doch maßgeblich zu einer gesunden Schwangerschaft bei!“, wie die Referentin betonte.

Im Anschluss dieses interessanten Vortrages wurde dann der letzte Vortrag mit dem Thema

,,Psycho-Onkologie – Wegweiser auf eigene Ressourcen“

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von Dr. med. Hatice Kaya aus Düsseldorf gehalten. Dabei wurde dem Fachpublikum, das in der Praxis oft onkologische Patienten betreut, viele hilfreiche Daten mit auf den Weg gegeben und noch einmal klar herausgestellt, welch große Bedeutung auch die psychische Unterstützung bei diesem Leiden zukommt.

Als letzten Programmpunkt fand die

Ehrung des langjährigen ersten Vorsitzenden Dr. Bernd Ost

statt, der aktuell sein Amt des ersten Vorsitzenden der NATUM an das zweite vorsitzende Mitglied, Dr. Steffen Wagner abgegeben und dessen bisherigen zweiten Vorsitz übernommen hatte

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Witzige Idee: Eine Künstlerin schnitzt Streichholzmenschen … Bernd Ost bekam einen solchen geschenkt. 

Nach einer Laudatio von seinem Nachfolger, die so manchen im Publikum die Tränen in die Augen getrieben hatte, wurde Dr. Bernd Ost mit Geschenken und weiteren warmen Worten von seinem Vorstand und seiner Vorstandsassistentin, Katrin Harling, herzlich aus dem ersten Vorsitz verabschiedet und das Publikum konnte sehen, welch familiäres Verhältnis an der Spitze der NATUM herrschte

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Und damit endete diese Vortragssitzung der NATUM in Essen in diesem Jahr.

Hoffen wir, dass wir uns alle im Jahr 2020 gesund, fröhlich und mit Freude an neuen Erkenntnissen wiedersehen!

 

Leserfrage Einschlafprobleme: Ursachen, praktische Tipps & Tricks

Einschlafstörungen werden in der Zeit von künstlichem Licht,  Handy, Laptop und einem termingesteuerten Alltag immer  häufiger, wobei die Ursachen mannigfaltiger Art sein können. Auch Cindy hat mich wegen diesem Problem, das nicht selten zu lästiger Tagesmüdigkeit führt, angeschrieben. Lest hier meine Antwort, in der ich das Krankheitsbild praxisorientiert geschildert und mögliche Ursachen und Behandlungen aufgezeigt habe.

Liebe Cindy*!

(*Name selbstverständlich geändert).

Bildschirmfoto 2019-09-21 um 15.49.40Du hast mir erzählt, dass Du  schon seit langer Zeit  ein Problem damit hast, nicht richtig einschlafen ,,zu wollen“ und den Punkt, ins Bett zu gehen, immer weiter hinausschiebst bzw. sogar wieder aus dem Bett aufstehst, nachdem Du Dich abends zum Schlafen hingelegt hast! Dies ist leider ein Problem, das Du mit sehr vielen anderen Menschen jeder Altersklasse teilst, weshalb ich es hier allgemein und öffentlich behandeln möchte. Die erste Reaktion des Patienten ist immer ,,Habe ich  wegen irgendwas Stress und bin ich innerlich deshalb so angespannt, dass ich nicht schlafen kann ?“ Leider ist das aber nur eine Möglichkeit von vielen! Oft ist für die Schlafproblematik übrigens nicht nur eine Ursache verantwortlich!

Vielmehr spielen mehrere Variablen eine Rolle, weshalb ich Dir hier die wichtigsten Fakten kurz und knackig zusammengefasst, schildere! Allerdings sind sie allgemeiner Natur und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Deshalb würde ich Dir auf alle Fälle empfehlen, die Sache mit Deinem Doc des Vertrauens, der Deine sonstige  Krankengeschichte kennt, zu besprechen!

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Solche unaufdringlichen Bilder eignen sich gut fürs Schlafzimmer. Kühles Blau beruhigt und entspannt, warmes Gelb gibt ein Gefühl der Geborgenheit, das Natur-Motiv verbreitet eine heitere Stimmung, ohne aufzuregen—-

Ursachen von Einschlafproblemen

1. ,,Laptop-Krankheit“

So könnte es besonders bei Dur als Bloggerin sein, dass die ,,Laptop-Krankheit“ eine Rolle spielt, die noch nicht genau untersucht ist. Verschiedene Aspekte können daran Anteil haben.

1.1. Blaues Licht

Zum Ersten ist Dein Gehirn-Oberkommando durch den Anteil des blauen Lichts irritiert und denkt, es sei Tag. Folglich sagt er zum (vielleicht mittlerweile ein wenig erschöpften) Schlafzentrum: ,,Hey, bleib wach, es ist doch erst Mittag!“ Das Schlafzentrum denkt:,, Wenn es der Chef sagt, mache ich das ´mal besser …

1.2. Das Belohn-Zentrum

Dazu kommt, dass manchen Sachen im Netz Dein Belohnungszentrum befriedigen. Seien es so richtig geile Schuhe, die Du entdeckt hast oder auch ein besonders schönes Bild,  z.B. von einem besonders süßen Hund oder auch einen knackigen Hintern … dass Dein Herz gleich höher hüpfen läßt! Der Ober-Chef im Gehirn denkt: ,,Klasse, jedesmal, wenn sie im Netz ist, wird sie glücklich, folglich will ich natürlich möglichst lange online sein!“

1.3.  Elektrosmog

Und wäre die Zwei Irritanten noch nicht genug, gibt´s noch einen dritten Aspekt, der den sogenannten zirkandianen (tageszeitlichen) Rhythmus durcheinander bringt: Die elektrischen Ströme von außen, die um Dich die ganze Zeit herumfließen, stehen im Ruf, die Zellkommunikation zu stören. Wie das geht? Also … Wenn Du denkst, werden permanent Zellen polarisiert und depolarisiert. Dies geschieht durch sogenannte Botenstoffe, die über den Zellspalt diffundieren und sich in die Synapsen der Zielzelle setzen, Werden genügend besetzt, wird ein elektrischer Impuls ausgelöst. Werden nur ein paar Synapsen besetzt oder dauernd zu viel, dass einige ,,dicht“ machen, wird diese Signalübertragung, die für die Kommunikation im Körper und auch für die Emotionen zuständig ist, gestört … Die Abläufe laufen nicht mehr so ,,rund“ – es ist quasi Sand im Getriebe.

1.4. Energie durch zu viele schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Zucker /Insulin-Resistenz

Was auch noch möglich ist, ist ein zu hoher Zucker- bzw. einfache Kohlenhydrate- (zu denen übrigens auch Zucker gehört) Konsum. Auch er gibt ,,schnelle Energie“ frei und macht, dass Du Dich in dem Moment leistungsfähig fühlst. Langfristig hat ein zu hoher einfacher Kohlenhydrat-Konsum eine vermehrte Insulin-Resistenz zur Folge, wodurch viele weitere Dysfunktionen ausgelöst werden.

1.5. Fehlzusammensetzung/ Fehlsteuerung des Mikrobiomsanatomy-160524__340

Damit verknüpft ist auch eine eventuelle Fehlsteuerung des Mikrobioms, das sind alle möglichen guten und schlechten Keime, die ,,auf und im“ Menschen leben (bei http://www.gsundheitsmagazin-online.com genau nachzulesen). Kommt es, z.B. durch Fehlernährung dieses Mikrobioms zu einem zu großen Wachstum einzelner Stämme, was zu einer Verdrängung der anderen führt. Da auch sie maßgeblich für Informationsübertragung und Signalgebung verantwortlich sind, kann eine Fehlwichtung ihrer Masse auch zu Übertragungsfehler führen.

1.6. Psychische Probleme

Auch Überforderung, Stress aber auch Langweile und Unterforderung oder generelle Unlust, können Schlafstörungen verursachen.

Hier können, je nach dem, neben einer Verhaltenstherapie oder/und dem Erlernen von z.B. Entspannungstechniken hilfreich sein.

1.7. Weitere Hormonelle Störungen

,Auch andere Hormon-System können durch eine fehl-Steuerung Schlafstörungen auslösen wie z.B. eine eine S

1.7.1. Schilddrüsen-Dysfunktion (z.B. die nicht seltene Hashimoto-Thyreoditis), die behandelbar ist,  aber auch wie eine Hormonstörung z.B. des

1.7.2. Cortisol-Stoffwechsels oder auch des

1.7.3. ,,weiblichen“ Hormonsystems, wobei man diese meist Erkrankungen, je nach ihrer genauen Ursache, ganz gut in den Griff bekommen kann. Von der Hand zu weisen ist nach meinen Erfahrungen auch nicht der damit zusammenhängende ,,Mondzyklus“ , der alle 28 Tage wechselt und damit auch den weiblichen Zyklus bestimmt. Kreuze auf Deinem Kalender die besonders ,,schlimmen“ Nächte an und schaue, ob Du einen Zusammenhang mit dem Mondzyklus und/oder Deinen Tagen eruieren kannst. Vielleicht falls Dir auch andere Zusammenhänge auf. Eine weitere Möglichkeit, die nicht so selten ist, sind

1.8. Elektroytstörungen,

z.B. auch durch Blutarmut, Schwitzen, Durchfälle oder auch Erbrechen ausgelöst. Durch eine Blutarmut kann beispielsweise das Herz schneller schlagen, was den Körper am Einschlafen hindern …

Natürlich gibt es noch

weitere mögliche Ursachen,

Migräne, Tumoren,  Herzerkrankungen/Rhtythmusstörungen, Schlaganfälle, Gehirnkrankheiten (neurologische Erkrankungen), Fehlbildungen, Parasiten, oder Medikamente. Für sie benötigt der Arzt bei Verdacht eine weiterführende Diagnostik, die meist über eine Laboruntersuchung hinausgeht

2. Behandlungsmöglichkeiten

2.1. Der Arztbesuch

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Deshalb sollte man den Weg zu seinem Doc des Vertrauens nicht scheuen, damit er die nötigen Untersuchungen wie eine genaue Befragung (Anamnese), körperliche Untersuchung, Laboruntersuchung und eventuell eine zusätzliche apparative Diagnostik (Schlaflabor-Untersuchung, Doppler-Ultraschall, CT, Kernspin,… )  veranlassen kann. Am besten ist es, wenn man gut vorbereitet ist und den oben erwähnten ,,Schlafkalender“ mit dem Eintrag der Schlafqualitäten und der möglichen Korrelationen mit Essen, Wetter, Mondphasen bzw. Periode, stressige Ereignisse etc. eingetragen hat.

 

2.2. Mögliche Therapien

Allgemein unterstützenden Maßnahmen wie eine

2.2.1. verbesserte Schlafhygiene

sind relativ einfach umzusetzen und bringen oft schon viel. Dazu gehört

luftige, bequeme Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen und Seide. Positiv wirkt sich auch ein

ruhiges, nicht zu warmes  Schlafzimmer, am besten auch

ohne Fernseher und unnötige elektrische Geräte, aus.Das

Licht sollte bereits eine Stunde vor dem Schlafengehen möglichst nicht mehr zu hell sein und sich im warmen Frequenzbereich befinden.

Das Handy und das Laptop sollten nicht direkt neben dem Bett aufgeladen werden! Dazu kann ein

2.2.2. Einschlafritual,

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wie ein paar

Yoga-Entspannungs-Übungen, etwas

entspannende, leise Musik und/oder ein

Tee mit 

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Passionsblume
  • Melisse.

können unterstützend wirken.  Die ,als schlaffördernd bekannte

,,Milch mit Honig“ enthält Tryptophan, was ebenfalls beruhigend und entspannend wirken soll.

Zusätzlich kann dann z.B. eine ,,Unterstützung “ des weiblichen Zyklus durch den pflanzlichen Mönchspfeffer erreichen oder ein niedrig dosiertes hormonelles Präparat eingesetzt werden …

2.2.3. Medikamente

Generell kann auch die (vorrübergehende) Einnahme von

Melatonin, das Schlafhormon, in Kombination mit anderen Stoffen oder auch als Monopräparat hilfreich sein. Ermutigende Einzelergebnisse sind auch mit

CBD (Cannadibiol) beschrieben (siehe auch auf ,,Gesundheitsmagazin-online.com). Als rezeptfreies Schlafmittel werden Rezepturen mit

Diphenhydraminhydrochlorid  angeboten.

Verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Oxazepam) haben meist deutliche Nebenwirkungen und können zum Teil zu Abhängigkeiten führen. Sie müssen streng von einem Arzt überwacht werden und sind schweren und akuten Fällen vorenthalten, die meist ernste Ursachen oder schwere psychische Störungen als Ursachen haben.

Bei allen Medikamenten, auch bei pflanzlichen Produkten, sind stets Nebenwirkungen und Gegenanzeigen zu beachten! Ein längere Einnahme sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden und im Vordergrund sollte immer stehen, wenn möglich, die Ursache möglichst schnell zu beseitigen!

So, Liebe Cindy, ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen! Vielleicht hast Du ja schon eine Idee, welche Ursachen eventuell  bei Dir im Vordergrund stehen! Wichtig ist es, dass Du Dich an den Arzt Deines Vertrauens wendest und diese mit ihm besprichst, damit er mit Dir zusammen die richtigen Schritte für Deine Behandlung einleiten kann!

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Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, 

DrNessy

Anti Aging Aktuell: Hormon-Ersatztherapie für den Mann! Die 10 wichtigsten Fragen

Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Möglichkeit, durch Hormonersatztherapie dem Traum ein wenig näher zu kommen, scheint verlockend! Bei vielen Frauen in den Wechseljahren ist die Einnahme von Hormonen, seit man um der Vorteile von natürlichem Östrogen weiß,  selbstverständlich geworden und die meisten sind begeistert ob der wiedergewonnenen Lebensqualität und der oft spürbaren Verjüngung in vielen körperlichen und psychischen Bereichen.

Doch wie sieht das beim Mann aus? Gibt es auch bei ihm eine positive Wirkung durch Hormone? Gibt es gravierende Nebenwirkungen? Gibt es Alternativen? Diese Fragen und noch ein paar Fakten mehr wird in diesem Artikel kurz und knackig erklärt … „Anti Aging Aktuell: Hormon-Ersatztherapie für den Mann! Die 10 wichtigsten Fragen“ weiterlesen

Sterben die meisten von uns an zuviel Zucker? Neues zur Insulinresistenz bzw. Diabetes mellitus

HNO: Schnarchen – Fakten & aktuelle Therapien / Nastent

Schnarchen ist oft nicht nur für den Bettnachbarn, sondern auch für den Schnarcher selbst sehr unangenehm und wirkt sich in vielen Fällen gesundheitsschädlich und lebensverkürzend aus. In diesem Artikel geht es um Ursachen, Folgen und aktuelle Therapien des Schnarchens. Die nicht operative Therapie Nastent kann mehrere Probleme gleichzeitig lösen und ist für Betroffene mit mittlerem bis hohen Leidensdruck eine echte Alternative zu Nasenpflaster, Operationen  & Co.

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Die 10 interessantesten Fragen zum Thema Trinkmenge, wie ,,Was passiert beim Dursten?“ oder ,,Gibt es eine Wasservergiftung?“

Lange galt es als Jungbrunnen, viel zu trinken. Doch diesbezüglich hat sich nun einiges geändert. Neue Fakten lassen Mediziner ihre bisherigen Empfehlungen überdenken …

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GENTECHNIK – Genveränderte Menschen geboren! He Jiankui züchtet mit Genschere CRISPR Menschen, die resistent gegen HIV sind – DIE HINTERGRÜNDE

cropped-fullsizeoutput_3b5b5.jpegEs ist vollbracht … Die ersten genveränderten Menschen haben vor ein paar Wochen das Licht der Welt erblickt. Die Welt reagiert mit Jubel, Entsetzen und Abscheu …

Aber zuerst die Fakten: Die Nachricht verbreitete sich in den Medien wie ein Lauffeuer: Auf dem zweiten internationale Genetik – Wissenschaftssymposium (International Summit on Human Gene Editing) am 28. November in Honkong, überraschte der chinesische Wissenschaftler He Jiankui die Welt mit einer Nachricht, deren Folgen die Medizin für immer verändern würden …

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Medizinische Woche Baden-Baden: Vorträge und Preisverleihung Wissenschaftspreis der NATUM

Am Wochenende  fand, wie alle Jahre wieder, der größte und spannendste komplementär-medizinsche und naturheilkundliche Kongress in Europa, die ,,Medizinische Woche“ in Baden-Baden statt. Insgesamt wurde etwa 200 Vorträge gehalten. Exemplarisch berichte ich Euch heute über eine der vielen interessanten Vortragsreihen und zwar über den NATUM-Tag . NATUM steht dabei für die Arbeitsgemeinschaft für Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Dieser wurde von Dr. Bernhard Ost  (Düsseldorf, erster Vorsitzende der NATUM ) vor gut gefüllten Reihen  eröffnet. Das Publikum erwartete eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe und die Verleihung des Forschungspreises Komplementärmedizin 2018 an Professor Dr. Andreas Michalsen und seinem Team für die Arbeit über ,,Effekte von Kurzfasten auf die Lebensqualität und Verträglichkeit einer Chemotherapie bei Patientinnen mit Brust- und Ovarialkarzinom“. „Medizinische Woche Baden-Baden: Vorträge und Preisverleihung Wissenschaftspreis der NATUM“ weiterlesen