Nasennebenhöhlenentzündung und ,,verstopfte Nase“: Kann Dupilumap (Dupixent) tatsächlich helfen?

Eine chronischen Rhino-Sinusitis (CRS) dauert mehr als  zwölf Wochen an. In Europa sind etwa elf Prozent der Bevölkerung betroffen. Oft besteht ein deutliches Leidensdruck mit einer Einschränkung der Lebensqualität, besonders wenn Begleiterkrankungen wie Asthma oderAllergien dazukommen.

Die übliche Behandlung besteht aus einer Stufentherapie mit Cortisonpräparaten und falls nach dieser immer noch Beschwerden bestehen, einer Operation, bei der sogenannte ,,Polypen“ (wucherndes Nasenmuschelgewebe) entfernt werden. So hofft man, dass die häufig verstopften Verbindungskanälchen vm Naseninneren zu den Nasennebenhöhlen wieder frei werden bzw. offen bleiben, damit es nicht immer wieder zu Entzündungen der letzteren kommt.

Dupixent ist in Deutschland bereits für schwere Neurodermitis oder auch Asthma zugelassen.

In den ,,Sinus-24″ und ,,Sinus-52″ Studien konnten nun signifikante Erfolge bei der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) gezeigt werden. Deshalb wurde es in den USA bereits letzten Sommer, in der EU für diese Indikation im Herbst zugelassen.

In den Studien kam es zu:

  • Reduktion der Zahl der Polypen
  • Verbesserung der Nasenverstopfung
  • Verbesserung des Riechvermögens
  • Senkung des Bedarfs an Cortison um 75 Prozent
  • Senkung des Bedarfs an chirurgischen Eingriffen um 83 Prozent.

Die Wirkung beruht auf Blockierung des Entzündungsmechanismus. Dadurch kann der Kreislauf aus Entzündungsauslösung – Botenstoffe – neue Entzündung unterbrochen werden und das Nachwachsen der Polypen nach Entfernung unterbunden werden

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind, abgesehen von Irritationen um die Injetionsstelle, nicht aufgetreten.

Nachteil

Der Nachteil ist allerdings, dass dieses Medikament aktuell noch sehr teuer ist. So kosten im Internet sechs Spritzen beispielsweise 4645 Euro (Sanofi).

Jedoch sind weiter Antikörper für dieselbe Indikation wie Mepolizumab (Nucala), Benralizumab (Fasnera) und Omalizumab (Xolair) in der Testphase.

Es ist aber auch vorstellbar, dass an an der Operations-Option festhält, da diese zu den häufigsten eingriffen an deutschen HNO-Kliniken zählt.

 

2 Kommentare zu „Nasennebenhöhlenentzündung und ,,verstopfte Nase“: Kann Dupilumap (Dupixent) tatsächlich helfen?

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