Psychopathen – wie man sie entlarven kann!

 

Wir haben den Eindruck, die Welt verroht zusehends und Menschen ,,ohne Gewissen“ nehmen zu. Aber was sind ,,Psychopathen“ überhaupt, und wie verhalten sie sich? Kann man ihre Entwicklung beeinflussen? Was muss man im Umgang beachten? „Psychopathen – wie man sie entlarven kann!“ weiterlesen

GENTECHNIK – Genveränderte Menschen geboren! He Jiankui züchtet mit Genschere CRISPR Menschen, die resistent gegen HIV sind – DIE HINTERGRÜNDE

cropped-fullsizeoutput_3b5b5.jpegEs ist vollbracht … Die ersten genveränderten Menschen haben vor ein paar Wochen das Licht der Welt erblickt. Die Welt reagiert mit Jubel, Entsetzen und Abscheu …

Aber zuerst die Fakten: Die Nachricht verbreitete sich in den Medien wie ein Lauffeuer: Auf dem zweiten internationale Genetik – Wissenschaftssymposium (International Summit on Human Gene Editing) am 28. November in Honkong, überraschte der chinesische Wissenschaftler He Jiankui die Welt mit einer Nachricht, deren Folgen die Medizin für immer verändern würden …

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Medizinische Woche Baden-Baden: Vorträge und Preisverleihung Wissenschaftspreis der NATUM

Am Wochenende  fand, wie alle Jahre wieder, der größte und spannendste komplementär-medizinsche und naturheilkundliche Kongress in Europa, die ,,Medizinische Woche“ in Baden-Baden statt. Insgesamt wurde etwa 200 Vorträge gehalten. Exemplarisch berichte ich Euch heute über eine der vielen interessanten Vortragsreihen und zwar über den NATUM-Tag . NATUM steht dabei für die Arbeitsgemeinschaft für Naturheilkunde, Akupunktur, Umwelt- und Komplementärmedizin in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Dieser wurde von Dr. Bernhard Ost  (Düsseldorf, erster Vorsitzende der NATUM ) vor gut gefüllten Reihen  eröffnet. Das Publikum erwartete eine hochkarätig besetzte Vortragsreihe und die Verleihung des Forschungspreises Komplementärmedizin 2018 an Professor Dr. Andreas Michalsen und seinem Team für die Arbeit über ,,Effekte von Kurzfasten auf die Lebensqualität und Verträglichkeit einer Chemotherapie bei Patientinnen mit Brust- und Ovarialkarzinom“. „Medizinische Woche Baden-Baden: Vorträge und Preisverleihung Wissenschaftspreis der NATUM“ weiterlesen

HERZINFARKT – THROMBOSE – EMBOLIE – Wie entstehen sie und wie kann ich mich schützen? Besondere Risiken Frauen/Männer

 

Nachdem letzte Woche die Geschichte des Fußballers Karl, der einen Herzinfarkt erlitt, gezeigt hat, dass man auch in jungen Jahren an Gefäßerkrankungen erkranken kann, gehen wir heute der Sache auf den Grund! Ich erkläre Euch, was einem Infarkt voraus geht, welche die Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen sind, wie sie genau entstehen und  welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Geschlechtsunterschiede gelegt.

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Forever Young / Anti Aging – Teil 1: Warum altern wir und was kann man dagegen tun?

Je älter man wird, umso intensiver denkt man darüber nach, ob es vielleicht irgendwo doch eine Möglichkeit des ,,ewigen Lebens“ gibt oder wenn das schon nicht ginge, dann wollen wir doch zumindest unser Alter irgendwie verlangsamen können, sei es mit einer Pille, einem Serum oder einer Spritze , von denen in so vielen Filmen und Büchern die Rede ist! Da denke ich an die makabere Komödie ,,Der Tod steht ihr gut“ mit Isabella Rosselini  oder an einen ,,Jungbrunnen“, wie er auf dem berühmten Bild von Lucas Cranach zu sehen ist!

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Das Mikrobiom – neue Erkenntnisse über eine unterschätzten Armee

1. Zusammenfassung:

So wichtig wie ein zusätzliches Organ ist das Mikrobiom, welches aus unvorstellbaren 100 Billionen Mikroorganismen besteht.

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Zum Mikrobiom gehören Bakterienstämme (v.a Firmicutes und Bacterioides), das Virom (überwiegend Prokaryonten) und das Mykom (überwiegend Sprosspilze), die nicht nur auf der Haut, in den Ohren, im Nasen-Rachenraum und im Mund, sondern auch im Gastrointestinal- und Urogenital-Trakt vorkommen (Authenrieth I., 2000). „Das Mikrobiom – neue Erkenntnisse über eine unterschätzten Armee“ weiterlesen

Frauenarzt – Sprechstunde Wechseljahre Teil 6 : Wenn der Antrieb ausbleibt und nichts mehr Spaß macht … Was bei Depressionen wirklich hilft!

Bildschirmfoto 2018-12-19 um 14.11.26.pngGisela hat zwei Kinder und ist eigentlich ein ,,Hansdampf in allen Gassen“. Nur in letzter Zeit klappt irgendwie alles nicht mehr so richtig. Sie nimmt zu, hat zu nichts mehr richtig Lust und der Alltag lief auch schon einmal besser…

cropped-fullsizeoutput_3ca31.jpegNachdenklich betrachte ich sie. Gisela ist 38, die Periode eigentlich noch da, aber…  Ein bisschen  unregelmäßig, schon!  In meinem Kopf rattert es … Hat sie Schilddrüsenprobleme? Oder vielleicht irgend welche einschneidenden Ereignisse im Leben, die ihr ,,die Suppe so richtig versalzen“? Hatte sie vielleicht schon früher solche Episoden? Eine Anämie vielleicht, oder gar Schlimmeres?

Ich nehme mir fest vor, Licht in diese Sache – und auch wieder in ihre Seele zu bringen …

  • Allgemeine Anamnese:
Version 8
Einfach einmal die Seele baumeln lassen und in den Himmel schauen… und lernen, das Leben wieder zu genießen!

Als erstes frage ich sie nach ihrem Leben, was ist in letzter Zeit so passiert, ist sie glücklich bei der Arbeit, geht es den Kindern gut… Ein Gespräch, fast wie unter Freundinnen und nach anfänglichem Zögern taut sie auf und erzählt mir, dass schon alles viel sei, ihr das aber früher nichts ausgemacht habe, … alles so Lala, aber keine eindeutigen Hinweise auf ein einschneidendes Ereignis … Sicher, die Ehe könnte besser laufen, die Kinder in der Schule besser und der Haushalt weniger – aber hat sie deshalb eine Depression? Könnte natürlich sein, wäre aber zu einfach!

Auch in der

  • Krankheitsanamnese und der
  • körperlichen internistischen und
  • gynäkologischen Untersuchung kann ich nichts ungewöhnliches entdecken. Vielleicht sind die Schleimhäute eine Spur zu trocken für das Alter und die Haut etwas kalt … EIn Schilddrüsen-Ultraschall, dass ich noch schnell durchführe , zeigt eine diffus vergrößerte Schilddrüse – sollte das doch die Ursache sein?

Erst die ausführliche

  • Laboruntersuchung bringt Licht ins Dunkel: Tatsächlich sind ihre Hormone schon ein wenig am schwächeln, auch, wenn ich natürlich weiß, dass ich nur einen Momentaufnahme vor mir habe… dennoch!  Auch die Schilddrüse ist gerade noch ausgeglichen, aber ich vermute aufgrund der Schilddrüsenvergrößerung einen Jodmangel.

 

Die

  • Therapie zieht sich eine Weile hin, bis sie nach etwa drei Monaten erstmals angibt, eine Besserung zu verspüren.

Meine Therapie:

  • Lifestylemanagement

Gemeinsam überlegen wir, was Gisela selbst wirklich Spaß machen würde wie sie ihr Leben abwechslungsreicher gestalten könnte, und was sie nur für sich tun könnte, welche Freunde sie hat und ob sie wieder mehr gemeinsam mit ihnen machen wollte…

Nachdem ich einen guten Draht zu ihr hatte, fiel ihr da nach einer kurzen kreativen Pause sogar ziemlich viel  ein! Sie gab an, einmal surfen lernen zu wollen (obwohl das natürlich in Saarbrücken eher schwierig ist…) , zur Kosmetikerin gehen zu wollen , Bauchtanzen, sich einmal in ein früheres Leben versetzen lassen,…

  • Medikamente

Auch medikamentös konnte ich ihr helfen! Für die angeknackste Schilddrüse erfolgte eine Jodgabe, weitere Kontrollen der Schilddrüsenwerte ergaben dann doch eine eindeutige Hypothyreose, weshalb wir nach einiger Zeit auf L-Thyroxin 50 umsetzten .

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Zur Egalisierung der Hormone half Agnus Castus und die

  • Ernährung wurde so umgestellt, dass sie weniger(!) Rohkost aß, dafür mehr gekochtes Gemüse  und nicht zu saures Obst(wird von Menschen, die zu Kälte, Antriebslosigkeit und Frieren neigen, oft besser vertragen als zuviel Rohes ). Zudem fand sie Gefallen an orientalischen Gewürzen, die ihr oft ein wohliges Gefühl der Wärme vermittelten (Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel…  und nach der  ayuvedischen Medizin die Verdauungssäfte anregen sollen.

Gisela ist natürlich noch relativ jung für Wechseljahresbeschwerden, aber machen wir uns nichts vor – ab 35 fängt die Hormontätigkeit an, nachzulassen. Meist merkt man es aber nicht so früh, aber bei Gisela kam eine Schilddrüsenunterfunktion dazu, die übrigens auch nicht soo selten ist!.

Wichtig ist, dass man, an die jeweilige Lebensphase und seinen Lebensentwurf angepasst, seinen Körper entsprechend aufmerksam behandelt und ihm das gibt, was er gerade braucht, damit die volle Leistungsfähigkeit möglichst bis ins hohe Alter erhalten bleibt!

Häufig ist es aber auch so, dass dadurch, dass die Kinder aus dem Haus gehen, sich vielleicht berufliche Veränderungen anbahnen oder man in die ,,Torschlusspanik“ verfällt, ,,nichts“ aus seinem Leben gemacht zu haben (was bei genauerem Hinsehen meist nicht stimmt!), eine Art Mutlosigkeit einstellt, die zu Verdauen ganz schon schwer sein kann! Plötzlich scheint nichts mehr Freude zu bereiten …und am liebsten möchte man sich nur noch verkriechen! Wichtig ist dann, die Signale zu erkennen und sich Hilfe zu suchen. Denn auch bei einer sogenannten ,,Depression“ gibt es wirklich Hilfe. Sei es durch Gespräche, harmonisierende Massagen und Bewegungen wie z.B. beim Thai Chi, oder, wenn es nicht anders geht, auch einmal mit Hilfe von Medikamenten!

Wir haben Glück, in Deutschland zu wohnen, wo man, wenn man lange Wartezeiten in Kauf nimmt, doch noch damit rechnen kann, auch bei solchen Leiden, die eigentlich fast alltäglich sind, adequate Hilfe zu bekommen! Man muss nur wollen, selbst mitarbeiten und dem Ganzen etwas Zeit geben, dann kann man wirklich damit rechnen, dass der Zustand sich wieder deutlich bessert!

Kleine Philosophie zum Älterwerden

Be happy again – heißt es auch  in den Wechseljahren – da innere und äußere Veränderungen oft zusammentreffen komme ich nun noch einmal zu der „Chance, Neues zu beginnen, sich über Altes klar werden„, über die ich schon am Anfang dieses Artikels geredet habe. Wichtig ist, sich, auch, wenn man sich nicht „so gut fühlt“, was eben in dieser Zeit manchmal vorkommt, klarzumachen, dass es weitergeht.

zzoldiebandMan sollte überlegen, was einem wirklich etwas bedeutet. Ja, man hat die Chance, Dinge, für die nie Zeit war, jetzt zu tun . Alte Wünsche können zum Teil jetzt erfüllt werden, wo es ruhiger ist und man vielleicht auch über bessere finanzielle Möglichkeiten verfügt, die aber gar nicht unbedingt für alles nötig sind. Schön ist natürlich, wenn man eine Familie hat, in der man sich wohl fühlt – da ist einem selten langweilig… Aber es gibt auch sonst reichlich Möglichkeiten…  Ich rede nicht nur von Bewegung, am besten an frischer Luft… obwohl das ja auch ein Anfang ist…

Vielleicht möchte man ein Instrument spielen lernen – mein Vater hat im Alter noch mit Kontrabass spielen angefangen und macht mittlerweile bei Konzerten mit – er ist über 70 Jahre alt. Meine Mutter leitet eine Herzsportgruppe und hat viel Freude dabei. Vielleicht möchtet Ihr auch gerne reisen – durch das Internet hat man z.B. bei Couchsurfing die Möglichkeit, an vielen Orten der Welt umsonst zu übernachten. Wer mag, kann auch Leute bei sich übernachten lassen. Das finde ich klasse und zu zweit dürfte sich auch die „Gefahr“ dabei merklich verringern. Aber man lernt neue Leute kennen und kann dadurch seinen eigenen Horizont erweitern. Mode ist auch etwas, was Spaß machen kann und wenn das Äußere stimmt, fühlt man sich innerlich wohler….Möglichkeiten gibt es viele, oft macht es auch mit Mehreren mehr Spaß und oft findet man auch Erfüllung darin, etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Ehrenamtliche Tätigkeiten in Tierheimen oder Krankenhäusern zeigt einem, wie wichtig man für andere sein kann. Als ich Patientin war, habe ich mich über die Hilfe der „grünen Damen“ (ehrenamtliche Krankenhausmitarbeiterinnen, die den Kranken helfen, wenn sie z.B. etwas brauchen…)sehr gefreut.

Zur inneren Ruhe und Augeglichenheit sind viele Frauen von Yoga begeistert: Es kann helfen, die körperlichen Beschwerden in den Hintergrund treten zu lassen und das Innere von „Psychomüll“ zu berfreien, wie mir eine Patientin erzählte. Ich wollte Euch diese bildhafte Aussage nicht vorenthalten…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZu guter letzt noch ein Tipp: Auf keinen Fall sollte man seine Energien in Ärger über Menschen und Dinge, die man nicht ändern kann , vergeuden , dazu ist die Zeit zu kostbar. Denkt immer daran: Es ist nicht Eure Aufgabe, die Welt der Anderen nach Euren Maßstäben verändern zu wollen, sondern Ihr seid ein Teil der Welt und lebt in Ihrem Fluß. Macht Euch klar, was die Welt Euch schon alles gegeben hat und seid dafür dankbar, auch wenn es mal nicht so rund läuft. Wenn Ihr mit Euch in Einklang seid und zufrieden mit dem, was Ihr tut, ist dieser Teil der Welt schon besser…

Rechtliches :Die Inhalte dürfen nur nach Rückfrage und erteilter Erlaubnis kopiert werden. Die darin vorgeschlagenen Therapien sind kein Ersatz für ärztliche Behandlung, die immer bei medizinischen Problemen empfohlen wird. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Haftung übernommen. Bei unklarer Rechtslage wird darauf hingewiesen, dass unter Umständen Markennamen verwandt werden oder sonstige Formulierungen, die als ,,Werbung“ deklariert werden müssen, was ich hiermit tue. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass der folgende Text ohne Auftrag/Bezahlung entstanden ist.

 

 

 

Frauenarzt – Sprechstunde Wechseljahre Teil 1: Überblick, Prämenopause, Klimakterium, Menopause, Postmenopause

WICHTIG: Vor Anwendung jeder Therapie müssen die Gegenanzeigen geprüft werden und eine (gynäkologische und ggf. weiterführende) Untersuchung durchgeführt werden! Dieser Artikel dient nur zur allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung und Behandlung des Gynäkologen! Auch sind zwar die Inhalte nach bestem Wissen zusammengetragen worden, dennoch übernehme ich keine Haftung für die Richtigkeit oder die Wirksamkeit der Therapien!
Ich zeige im folgenden verschiedene Beispiele von eingesetzten Medikamenten.  Dadurch habe ich allerdings keinerlei pekuniären Nutzen! Ist das Werbung? Wenn ja deklariere ich den Text hiermit!

Inhaltsverzeichnis

1.1. Überblick: Vor- und Nachteile der Wechseljahre

1.2. Verlauf / Phasen der Wechseljahre und typische Beschwerden

1.2.1. Prämenopause

1.2.2. Klimakterium

1.2.3. Menopause

1.2.4. Postmenopause

Wechseljahre

1.1. Vor- und Nachteile

S1420009 (2)Wenn Ihr denkt, ich wolle Euch die Wechseljahre als ein ganz tolles Projekt verkaufen, aus dem viele Vorteile hervorgingen… Irrt Ihr Euch. Auch, wenn man nicht mehr verhüten muss und die monatlichen Blutung wegbleibt, würden  die meisten von uns trotzdem  gerne darauf verzichten! Kündigen sie doch das Ende unserer Fruchtbarkeit an und sogar, wenn wir sicher keinen Nachwuchs mehr wollen, ist es doch nicht schön, dass man nicht mehr könnte, auch wenn man wollte…

Zudem heißt es schließlich sogar in der einer Werbung so beddeutungsschwanger: ,,Wenn der Östrogenspiegel sinkt“… Ja, es ist leider richtig, reden wir es nicht schön,  dann kommt es zu einer Reihe von  Alterungprozessen (nicht nur der Haare)!  Dennoch weiß man dank der modernen Medizin, dass man doch ein paar Dinge tun kann, um diesen Prozess, sagen wir ´mal, etwas zu bremsen!

Zudem führen die körperlichen und seelischen Veränderungen des Klimakteriums oft dazu, daß man über sich und sein Leben reflektiert. Meist fällt es auch in eine Zeit des äußeren Umbruchs (Kinder gehen aus dem Haus, man wird vielleicht  Oma, im Job hat man oft alles erreicht…).  Diese Beschäftigung mit seiner Situation wird von vielen im Nachhinein als ,,Chance“ bezeichnet und sieht in etwa so aus:

,,Ich habe mir klar gemacht, was bisher falsch gelaufen ist und endlich den Mut gefasst, etwas zu verändern, mehr für mich zu tun, mein Leben mehr zu genießen, die Zeit besser zu nutzen für Dinge, die mir wichtig sind…„.

Also, nur Mut liebe Frauen! Erstens muss ,,der Wechsel“ für den Körper in Bezug auf das Altern gar nicht soo dramatisch ablaufen, wie das noch vor Kurzem der Fall war, denn wir können doch einiges tun, um ihn zu unterstützen und zweitens bieten sich oft in dieser Zeit noch einmal verschiedene Chancen, um noch einiges aus seinem Leben herauszuholen, man muss sie nur ergreifen!

Kommen wir als erstes zu den Behandlungsoptionen. Es gibt natürlich Frauen, diegar keiner Hilfe bei „dem Wechsel“ bedürfen. Die auf mein vorsichtiges ärztliches Nachfragen hin nur lächelnd antworten, sie hätten kaum oder nur wenig Probleme, die sie gut ertragen könnten … und danach kommt oft gleich die berechtigte Frage, ab wann man mit dem Verhüten Schluß machen könne… Um es  vorweg zunehmen (und weil für Euch Frauen, die Ihr zu dieser Gruppe gehört, außer dieser Frage eigentlich nur der Abschnitt über Ernährung wirklich relevant ist…)wenn die Regel (ohne Hormone einzunehmen) ein Jahr weg geblieben ist, ist es  unwahrscheinlich, schwanger zu werden.

So, nun für die restlichen Frauen, die Beschwerden haben oder einfach optimal informiert sein wollen…

1.2. Verlauf / Phasen der Wechseljahre und typische Beschwerden

Bei manchen schon mit 35 Jahren bei anderen um die 40,  wenn man noch gar nicht an die Wechseljahre denkt, beginnen sie ganz leise – mit der  sogenannten

1.2.1. Prämenopause

– die Eierstöcke fangen ein wenig zu „schwächeln“ an, das Gelbkörperormon Progesteron sinkt dann und wann etwas ab, der Eisprung bleibt manchmal aus, der Zyklus verkürzt sich… Bei manchen tritt das sogenannte „Prämenstruelle Syndrom“ (PMS) auf, bei dem man gegen Ende des Zyklus gereizt ist und die Brüste spannen, man zu Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Schmierblutungen neigt…. Hier kann man mit pflanzlichen Mitteln oft gute Ergebnisse erzielen, wer aber besonders stark leidet, dem bietet sich die Möglichkeit, entweder lokal (bei Brustspannen) ein Gestagen-Gel anzuwenden, oder schon mit einer ergänzenden oralen Hormon-Therapie diesen Mangel eventuell auszugleichen…

Zwischen 45 und 55 sinkt auch der Östrogenspiegel deutlich ab  und es ist da: das

1.2.2. Klimakterium

Für wenige unmerklich, für manche unerträglich können eine Reihe von

Beschwerden auftreten:

Klimax vor Behandlung

  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen / schlechte Laune / Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Libidoverlust (mangelndes Interesse an Sex)
  • Harninkontinenz (Urin kann nicht mehr immer gehalten werden)
  • Abgeschlagenheit / Müdigkeit/Denkstörungen
  • Gewichtszunahme…
  • Verlust der Knochendichte mit erhöhtem Frakturrisiko
  • zunehmende Verkalkung der Gefäße mit erhöhter Disposition zu Herz-Kreislaufeerkrankungen

Die endgültige

1.2.3. Menopause

(Periode bleibt  ganz weg) tritt dann im Durchschnitt mit 51 Jahren auf, auch das ist  individuell verschieden. Bei sehr schlanken Frauen in der Regel früher, bei Raucherinnen später. Mit der

1.2.4. Postmenopause

(durchschnittlich mit 70 Jahren, auch hier gibt´s große Schwankungen) ist die Umstellung des Körpers vollzogen, die Hormone  haben sich auf einem niedrigerem Niveau eingependelt, die Beschwerden sind meist verschwunden.