Schlafmangel macht dick! Wie man Ghrelin, Leptin & Co aber einfach austricksen kann

Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen: Wie an einer kalifonischen Universität herausgefunden wurde, führt Schlafmangel durch Anstieg des Stoffes Ghrelin zu einer Gewichtszunahme. Normalerweise wird es im Wachzustand freigesetzt und man wird hungrig. Schläft man aber zu wenig, wird es auch abends und nachts freigesetzt – und der Gang zum Kühlschrank ist vorprogrammiert ….

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,,Medizinische Woche „Baden-Baden 2019: Spannendes aus der Naturheilkunde

Mikrobiom / Banerji-Protokolle /Haarausfall /PNP bei Chemo/ Psychookologie/ Homocystein/ Führungswechsel Bernd Ost/ Steffen Wagner

Der Auftakt…

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Der Sitzungsraum 13 im Kongresshaus, zu dem mancher erst nach intensiven Suchen gelangte, war bereits um Punkt neun Uhr am Sonntag des  03.11.2019, zum Beginn der diesjährigen NATUM-Veranstaltung, relativ gut gefüllt, was, wenn man bedenkt, dass bereits der letzte Tag der ,,Medizinschen Wochen Baden-Baden 2019 angebrochen war, längst nicht selbstverständlich war, sollte doch dieses Panel ein ganz besonderes werden …  aber dazu später mehr.
Zunächst begrüßte Dr. med. Bernhard Ost aus Düsseldorf, Vorsitzender der NATUM und seit vielen Jahren in Komplementärmedizin erfahrener Gynäkologe, das Auditorium mit herzlichen Worten, um dann die Moderation an Prof. Dr. med. Harald Meden aus Richterswil (Schweiz) zu übergeben.

Mit dem erste Beitrag,

,,Die Therapie des Ovarialkarzinoms nach den Banerji-Protokollen“

Bildschirmfoto 2019-11-14 um 18.58.12, gehalten von Dr. Miguel Corty Friedrich aus Spanien, El Campello, begab sich dieser dann sogleich auf ein spannendes, bei vielen bis dato unbekanntes Terrain. Diese Protokolle stellten sich nämlich im Wesentlichen nicht als solche, sondern vielmehr als eine homöopathische Vereinfachung der Behandlungen von Tumoren heraus, so auch des Ovarialkarzinomes. Ein indischer Arzt namens Pareshnat Banerji, hatte diese standardisierte Behandlungsmöglichkeit, die auf eine lange Anamnese verzichteten konnte, bereits in den 20er Jahren erfunden, da es zu dieser Zeit in Indien viele Patienten gab, die behandelt werden mußten und zudem die Möglichkeiten in seinem Land sehr begrenzt waren. Da sie auch zusätzlich zu Schulmedizin angewandt werden konnten, schwappte sie in den letzen Jahren auch in die westliche Welt über und werden nun seit einigen Jahren auch in Spanien praktiziert. Obwohl von grandiosen Besserungen der Tumorleiden die Rede ist, wurde bis dato noch keine Erklärung gefunden, wie diese Medikamente tatsächlich wirken sollen, zumal es lediglich drei Anwendungsschemata gibt, die für alle Tumoren gleichermaßen wirken sollen … Eine weitere Evaluierung bleibt abzuwarten, bevor eine Empfehlung in eine Richtung ausgesprochen werden kann.

Weiter ging es, ziemlich genau um 9.30 Uhr mit dem überaus interessanten Vortrag über

,,Vermeidung der Alopezie und Chemotherapie-induzierten Polyneuropathie (CIPN)“

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von Dr. rer. nat. Trudi Schaper, Düsseldorf. Hierbei wurden die Erfolge, welche sich durch die Anwendung von Kühlkappen bzw. Handschuhen und Kühlschuhen während der Chemotherapie erzielen lassen, eindrucksvoll geschildert. Tatschlich konnten diese Kühlverfahren bereits viele Frauen, die wegen eines malignen Mamma-Tumors Chemotherapie erhielten, bei korrekter Anwendung das Ausfallen der Haare bzw. das Auftreten von Gefühlsstörungen in Händen und Füßen, wie es normalerweise unter Chemotherapie durch Angriff der Nerven in und unter der Haut, bzw. Vergiftung der Haarwurzeln geschieht, verhindert werden.

In der nun folgenden Pause bestand die Möglichkeit des Besuchs der interessanten Ausstellung. Egal, ob ,,intelligentes“ Wasser oder neuartige Massagegeräte, um sich über all die vielfältigen Behandlungsoptionen zu informieren, reichten diese 30 Minuten natürlich nicht aus …

Als nächstes wurde aufgrund des unvorhergesehenen Ausfalls des geplanten Redners Dr. med. Awad Shehata aus Regensburg nicht den geplanten Vortrag über  Glyphosat und dessen Einfluss auf biologische Systeme wie das Mikrobiom gehalten, sondern zwei zusätzlichen Vorträge über das

Mikrobiom

. Zum einen erzählte Dr. Bernd Ost lebendig über eigene Erfahrungen zu diesem Thema, zum anderen berichtete Dr. Steffen Wagner, der übrigens auch Moderator dieser Vorträge war, über die speziellen Zusammenhänge zwischen einer Immun-Therapie bei Mamma Ca und dem Mikrobiom.

Danach ging es mit dem regulären Programm weiter, wobei nun der eigentliche Vortrag  über das Mikrobiom, in dem Neben den Grundlagen über die

,,Auswirkungen des mütterlichen Mikrobioms auf das ungeborene Kind“

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Hier ist ein Auszug aus diesem Vortrag 

von Dr. med. Nessy Wagner aus Saarbrücken folgte. Erst in jüngster Zeit hatte man entdeckt, dass das Mikrobiom bei der Gesund-Erhaltung des menschlichen Körpers tatsächlich eine tragende Rolle spielt und die meisten ,,Keime“ eine positive Funktion haben, während andere dem Organismus Schaden zufügen und bekämpft werden müssen! Was läge da näher, als auch hierzu Mikroorganismen einzusetzen? So würde in Zukunft wohl auch die sogenannte ,,Phagentherapie“ bei der Behandlung von Infektionen, die immer öfters durch Antibiotika -resistente Keime ausgelöst werden, eine immer größere Rolle spielen! Ein weiteres interessantes Novum für viele war, dass es tatsächlich Interaktionen zwischen Mutter und dem Ungeborenen über das Mikrobiom zu geben scheint. Zudem beginnt laut einigen Daten die Besiedlung des Kindes mit Abwehrkeimen bereits im Mutterleib und wahrscheinlich nicht erst mit der Geburt. In diesem Zusammenhang wurde auch das ,,Vaginal Seeding“, des Neugeborenen besprochen.

Da die Zeit wie so oft nicht für alle Fragen des Auditoriums ausreichte, wurde auch die Pause für eifrige Gespräche genutzt – ein Zeichen dafür, wie groß das Bedürfnis nach praxisorientierter, komplementärer  Medizin ist und wie engagierte Ärzte diese Vortragsreihe auch nutzten, um gegebenenfalls Gehörtes in ihrem Arbeitsalltag zu integrieren.

Nachdem sich alle dennoch ein wenig erholt hatten, ergriff nun Dr. med. Bernhard Ost den Vorsitz und kündigte den Vortrag über

,,Homocystein in der ReproduktionsmedizinBildschirmfoto 2019-11-14 um 19.03.29

von Dr. med. Lena Kissing aus Ravensburg an. ,,Tatsächlich ist dieser Parameter und dessen Stoffwechsel von großer Bedeutung und es ist wichtig, den Spiegel unbedingt im Auge zu halten, trägt er doch maßgeblich zu einer gesunden Schwangerschaft bei!“, wie die Referentin betonte.

Im Anschluss dieses interessanten Vortrages wurde dann der letzte Vortrag mit dem Thema

,,Psycho-Onkologie – Wegweiser auf eigene Ressourcen“

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von Dr. med. Hatice Kaya aus Düsseldorf gehalten. Dabei wurde dem Fachpublikum, das in der Praxis oft onkologische Patienten betreut, viele hilfreiche Daten mit auf den Weg gegeben und noch einmal klar herausgestellt, welch große Bedeutung auch die psychische Unterstützung bei diesem Leiden zukommt.

Als letzten Programmpunkt fand die

Ehrung des langjährigen ersten Vorsitzenden Dr. Bernd Ost

statt, der aktuell sein Amt des ersten Vorsitzenden der NATUM an das zweite vorsitzende Mitglied, Dr. Steffen Wagner abgegeben und dessen bisherigen zweiten Vorsitz übernommen hatte

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Witzige Idee: Eine Künstlerin schnitzt Streichholzmenschen … Bernd Ost bekam einen solchen geschenkt. 

Nach einer Laudatio von seinem Nachfolger, die so manchen im Publikum die Tränen in die Augen getrieben hatte, wurde Dr. Bernd Ost mit Geschenken und weiteren warmen Worten von seinem Vorstand und seiner Vorstandsassistentin, Katrin Harling, herzlich aus dem ersten Vorsitz verabschiedet und das Publikum konnte sehen, welch familiäres Verhältnis an der Spitze der NATUM herrschte

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Und damit endete diese Vortragssitzung der NATUM in Essen in diesem Jahr.

Hoffen wir, dass wir uns alle im Jahr 2020 gesund, fröhlich und mit Freude an neuen Erkenntnissen wiedersehen!

 

Leserfrage Einschlafprobleme: Ursachen, praktische Tipps & Tricks

Einschlafstörungen werden in der Zeit von künstlichem Licht,  Handy, Laptop und einem termingesteuerten Alltag immer  häufiger, wobei die Ursachen mannigfaltiger Art sein können. Auch Cindy hat mich wegen diesem Problem, das nicht selten zu lästiger Tagesmüdigkeit führt, angeschrieben. Lest hier meine Antwort, in der ich das Krankheitsbild praxisorientiert geschildert und mögliche Ursachen und Behandlungen aufgezeigt habe.

Liebe Cindy*!

(*Name selbstverständlich geändert).

Bildschirmfoto 2019-09-21 um 15.49.40Du hast mir erzählt, dass Du  schon seit langer Zeit  ein Problem damit hast, nicht richtig einschlafen ,,zu wollen“ und den Punkt, ins Bett zu gehen, immer weiter hinausschiebst bzw. sogar wieder aus dem Bett aufstehst, nachdem Du Dich abends zum Schlafen hingelegt hast! Dies ist leider ein Problem, das Du mit sehr vielen anderen Menschen jeder Altersklasse teilst, weshalb ich es hier allgemein und öffentlich behandeln möchte. Die erste Reaktion des Patienten ist immer ,,Habe ich  wegen irgendwas Stress und bin ich innerlich deshalb so angespannt, dass ich nicht schlafen kann ?“ Leider ist das aber nur eine Möglichkeit von vielen! Oft ist für die Schlafproblematik übrigens nicht nur eine Ursache verantwortlich!

Vielmehr spielen mehrere Variablen eine Rolle, weshalb ich Dir hier die wichtigsten Fakten kurz und knackig zusammengefasst, schildere! Allerdings sind sie allgemeiner Natur und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Deshalb würde ich Dir auf alle Fälle empfehlen, die Sache mit Deinem Doc des Vertrauens, der Deine sonstige  Krankengeschichte kennt, zu besprechen!

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Solche unaufdringlichen Bilder eignen sich gut fürs Schlafzimmer. Kühles Blau beruhigt und entspannt, warmes Gelb gibt ein Gefühl der Geborgenheit, das Natur-Motiv verbreitet eine heitere Stimmung, ohne aufzuregen—-

Ursachen von Einschlafproblemen

1. ,,Laptop-Krankheit“

So könnte es besonders bei Dur als Bloggerin sein, dass die ,,Laptop-Krankheit“ eine Rolle spielt, die noch nicht genau untersucht ist. Verschiedene Aspekte können daran Anteil haben.

1.1. Blaues Licht

Zum Ersten ist Dein Gehirn-Oberkommando durch den Anteil des blauen Lichts irritiert und denkt, es sei Tag. Folglich sagt er zum (vielleicht mittlerweile ein wenig erschöpften) Schlafzentrum: ,,Hey, bleib wach, es ist doch erst Mittag!“ Das Schlafzentrum denkt:,, Wenn es der Chef sagt, mache ich das ´mal besser …

1.2. Das Belohn-Zentrum

Dazu kommt, dass manchen Sachen im Netz Dein Belohnungszentrum befriedigen. Seien es so richtig geile Schuhe, die Du entdeckt hast oder auch ein besonders schönes Bild,  z.B. von einem besonders süßen Hund oder auch einen knackigen Hintern … dass Dein Herz gleich höher hüpfen läßt! Der Ober-Chef im Gehirn denkt: ,,Klasse, jedesmal, wenn sie im Netz ist, wird sie glücklich, folglich will ich natürlich möglichst lange online sein!“

1.3.  Elektrosmog

Und wäre die Zwei Irritanten noch nicht genug, gibt´s noch einen dritten Aspekt, der den sogenannten zirkandianen (tageszeitlichen) Rhythmus durcheinander bringt: Die elektrischen Ströme von außen, die um Dich die ganze Zeit herumfließen, stehen im Ruf, die Zellkommunikation zu stören. Wie das geht? Also … Wenn Du denkst, werden permanent Zellen polarisiert und depolarisiert. Dies geschieht durch sogenannte Botenstoffe, die über den Zellspalt diffundieren und sich in die Synapsen der Zielzelle setzen, Werden genügend besetzt, wird ein elektrischer Impuls ausgelöst. Werden nur ein paar Synapsen besetzt oder dauernd zu viel, dass einige ,,dicht“ machen, wird diese Signalübertragung, die für die Kommunikation im Körper und auch für die Emotionen zuständig ist, gestört … Die Abläufe laufen nicht mehr so ,,rund“ – es ist quasi Sand im Getriebe.

1.4. Energie durch zu viele schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Zucker /Insulin-Resistenz

Was auch noch möglich ist, ist ein zu hoher Zucker- bzw. einfache Kohlenhydrate- (zu denen übrigens auch Zucker gehört) Konsum. Auch er gibt ,,schnelle Energie“ frei und macht, dass Du Dich in dem Moment leistungsfähig fühlst. Langfristig hat ein zu hoher einfacher Kohlenhydrat-Konsum eine vermehrte Insulin-Resistenz zur Folge, wodurch viele weitere Dysfunktionen ausgelöst werden.

1.5. Fehlzusammensetzung/ Fehlsteuerung des Mikrobiomsanatomy-160524__340

Damit verknüpft ist auch eine eventuelle Fehlsteuerung des Mikrobioms, das sind alle möglichen guten und schlechten Keime, die ,,auf und im“ Menschen leben (bei http://www.gsundheitsmagazin-online.com genau nachzulesen). Kommt es, z.B. durch Fehlernährung dieses Mikrobioms zu einem zu großen Wachstum einzelner Stämme, was zu einer Verdrängung der anderen führt. Da auch sie maßgeblich für Informationsübertragung und Signalgebung verantwortlich sind, kann eine Fehlwichtung ihrer Masse auch zu Übertragungsfehler führen.

1.6. Psychische Probleme

Auch Überforderung, Stress aber auch Langweile und Unterforderung oder generelle Unlust, können Schlafstörungen verursachen.

Hier können, je nach dem, neben einer Verhaltenstherapie oder/und dem Erlernen von z.B. Entspannungstechniken hilfreich sein.

1.7. Weitere Hormonelle Störungen

,Auch andere Hormon-System können durch eine fehl-Steuerung Schlafstörungen auslösen wie z.B. eine eine S

1.7.1. Schilddrüsen-Dysfunktion (z.B. die nicht seltene Hashimoto-Thyreoditis), die behandelbar ist,  aber auch wie eine Hormonstörung z.B. des

1.7.2. Cortisol-Stoffwechsels oder auch des

1.7.3. ,,weiblichen“ Hormonsystems, wobei man diese meist Erkrankungen, je nach ihrer genauen Ursache, ganz gut in den Griff bekommen kann. Von der Hand zu weisen ist nach meinen Erfahrungen auch nicht der damit zusammenhängende ,,Mondzyklus“ , der alle 28 Tage wechselt und damit auch den weiblichen Zyklus bestimmt. Kreuze auf Deinem Kalender die besonders ,,schlimmen“ Nächte an und schaue, ob Du einen Zusammenhang mit dem Mondzyklus und/oder Deinen Tagen eruieren kannst. Vielleicht falls Dir auch andere Zusammenhänge auf. Eine weitere Möglichkeit, die nicht so selten ist, sind

1.8. Elektroytstörungen,

z.B. auch durch Blutarmut, Schwitzen, Durchfälle oder auch Erbrechen ausgelöst. Durch eine Blutarmut kann beispielsweise das Herz schneller schlagen, was den Körper am Einschlafen hindern …

Natürlich gibt es noch

weitere mögliche Ursachen,

Migräne, Tumoren,  Herzerkrankungen/Rhtythmusstörungen, Schlaganfälle, Gehirnkrankheiten (neurologische Erkrankungen), Fehlbildungen, Parasiten, oder Medikamente. Für sie benötigt der Arzt bei Verdacht eine weiterführende Diagnostik, die meist über eine Laboruntersuchung hinausgeht

2. Behandlungsmöglichkeiten

2.1. Der Arztbesuch

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Deshalb sollte man den Weg zu seinem Doc des Vertrauens nicht scheuen, damit er die nötigen Untersuchungen wie eine genaue Befragung (Anamnese), körperliche Untersuchung, Laboruntersuchung und eventuell eine zusätzliche apparative Diagnostik (Schlaflabor-Untersuchung, Doppler-Ultraschall, CT, Kernspin,… )  veranlassen kann. Am besten ist es, wenn man gut vorbereitet ist und den oben erwähnten ,,Schlafkalender“ mit dem Eintrag der Schlafqualitäten und der möglichen Korrelationen mit Essen, Wetter, Mondphasen bzw. Periode, stressige Ereignisse etc. eingetragen hat.

 

2.2. Mögliche Therapien

Allgemein unterstützenden Maßnahmen wie eine

2.2.1. verbesserte Schlafhygiene

sind relativ einfach umzusetzen und bringen oft schon viel. Dazu gehört

luftige, bequeme Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen und Seide. Positiv wirkt sich auch ein

ruhiges, nicht zu warmes  Schlafzimmer, am besten auch

ohne Fernseher und unnötige elektrische Geräte, aus.Das

Licht sollte bereits eine Stunde vor dem Schlafengehen möglichst nicht mehr zu hell sein und sich im warmen Frequenzbereich befinden.

Das Handy und das Laptop sollten nicht direkt neben dem Bett aufgeladen werden! Dazu kann ein

2.2.2. Einschlafritual,

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wie ein paar

Yoga-Entspannungs-Übungen, etwas

entspannende, leise Musik und/oder ein

Tee mit 

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Passionsblume
  • Melisse.

können unterstützend wirken.  Die ,als schlaffördernd bekannte

,,Milch mit Honig“ enthält Tryptophan, was ebenfalls beruhigend und entspannend wirken soll.

Zusätzlich kann dann z.B. eine ,,Unterstützung “ des weiblichen Zyklus durch den pflanzlichen Mönchspfeffer erreichen oder ein niedrig dosiertes hormonelles Präparat eingesetzt werden …

2.2.3. Medikamente

Generell kann auch die (vorrübergehende) Einnahme von

Melatonin, das Schlafhormon, in Kombination mit anderen Stoffen oder auch als Monopräparat hilfreich sein. Ermutigende Einzelergebnisse sind auch mit

CBD (Cannadibiol) beschrieben (siehe auch auf ,,Gesundheitsmagazin-online.com). Als rezeptfreies Schlafmittel werden Rezepturen mit

Diphenhydraminhydrochlorid  angeboten.

Verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Oxazepam) haben meist deutliche Nebenwirkungen und können zum Teil zu Abhängigkeiten führen. Sie müssen streng von einem Arzt überwacht werden und sind schweren und akuten Fällen vorenthalten, die meist ernste Ursachen oder schwere psychische Störungen als Ursachen haben.

Bei allen Medikamenten, auch bei pflanzlichen Produkten, sind stets Nebenwirkungen und Gegenanzeigen zu beachten! Ein längere Einnahme sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden und im Vordergrund sollte immer stehen, wenn möglich, die Ursache möglichst schnell zu beseitigen!

So, Liebe Cindy, ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen! Vielleicht hast Du ja schon eine Idee, welche Ursachen eventuell  bei Dir im Vordergrund stehen! Wichtig ist es, dass Du Dich an den Arzt Deines Vertrauens wendest und diese mit ihm besprichst, damit er mit Dir zusammen die richtigen Schritte für Deine Behandlung einleiten kann!

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Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, 

DrNessy

Psychopathen – wie man sie entlarven kann!

 

Wir haben den Eindruck, die Welt verroht zusehends und Menschen ,,ohne Gewissen“ nehmen zu. Aber was sind ,,Psychopathen“ überhaupt, und wie verhalten sie sich? Kann man ihre Entwicklung beeinflussen? Was muss man im Umgang beachten? „Psychopathen – wie man sie entlarven kann!“ weiterlesen

Frauenarzt – Sprechstunde Wechseljahre Teil 6 : Wenn der Antrieb ausbleibt und nichts mehr Spaß macht … Was bei Depressionen wirklich hilft!

Bildschirmfoto 2018-12-19 um 14.11.26.pngGisela hat zwei Kinder und ist eigentlich ein ,,Hansdampf in allen Gassen“. Nur in letzter Zeit klappt irgendwie alles nicht mehr so richtig. Sie nimmt zu, hat zu nichts mehr richtig Lust und der Alltag lief auch schon einmal besser…

cropped-fullsizeoutput_3ca31.jpegNachdenklich betrachte ich sie. Gisela ist 38, die Periode eigentlich noch da, aber…  Ein bisschen  unregelmäßig, schon!  In meinem Kopf rattert es … Hat sie Schilddrüsenprobleme? Oder vielleicht irgend welche einschneidenden Ereignisse im Leben, die ihr ,,die Suppe so richtig versalzen“? Hatte sie vielleicht schon früher solche Episoden? Eine Anämie vielleicht, oder gar Schlimmeres?

Ich nehme mir fest vor, Licht in diese Sache – und auch wieder in ihre Seele zu bringen …

  • Allgemeine Anamnese:

Version 8
Einfach einmal die Seele baumeln lassen und in den Himmel schauen… und lernen, das Leben wieder zu genießen!

Als erstes frage ich sie nach ihrem Leben, was ist in letzter Zeit so passiert, ist sie glücklich bei der Arbeit, geht es den Kindern gut… Ein Gespräch, fast wie unter Freundinnen und nach anfänglichem Zögern taut sie auf und erzählt mir, dass schon alles viel sei, ihr das aber früher nichts ausgemacht habe, … alles so Lala, aber keine eindeutigen Hinweise auf ein einschneidendes Ereignis … Sicher, die Ehe könnte besser laufen, die Kinder in der Schule besser und der Haushalt weniger – aber hat sie deshalb eine Depression? Könnte natürlich sein, wäre aber zu einfach!

Auch in der

  • Krankheitsanamnese und der
  • körperlichen internistischen und
  • gynäkologischen Untersuchung kann ich nichts ungewöhnliches entdecken. Vielleicht sind die Schleimhäute eine Spur zu trocken für das Alter und die Haut etwas kalt … EIn Schilddrüsen-Ultraschall, dass ich noch schnell durchführe , zeigt eine diffus vergrößerte Schilddrüse – sollte das doch die Ursache sein?

Erst die ausführliche

  • Laboruntersuchung bringt Licht ins Dunkel: Tatsächlich sind ihre Hormone schon ein wenig am schwächeln, auch, wenn ich natürlich weiß, dass ich nur einen Momentaufnahme vor mir habe… dennoch!  Auch die Schilddrüse ist gerade noch ausgeglichen, aber ich vermute aufgrund der Schilddrüsenvergrößerung einen Jodmangel.

 

Die

  • Therapie zieht sich eine Weile hin, bis sie nach etwa drei Monaten erstmals angibt, eine Besserung zu verspüren.

Meine Therapie:

  • Lifestylemanagement

Gemeinsam überlegen wir, was Gisela selbst wirklich Spaß machen würde wie sie ihr Leben abwechslungsreicher gestalten könnte, und was sie nur für sich tun könnte, welche Freunde sie hat und ob sie wieder mehr gemeinsam mit ihnen machen wollte…

Nachdem ich einen guten Draht zu ihr hatte, fiel ihr da nach einer kurzen kreativen Pause sogar ziemlich viel  ein! Sie gab an, einmal surfen lernen zu wollen (obwohl das natürlich in Saarbrücken eher schwierig ist…) , zur Kosmetikerin gehen zu wollen , Bauchtanzen, sich einmal in ein früheres Leben versetzen lassen,…

  • Medikamente

Auch medikamentös konnte ich ihr helfen! Für die angeknackste Schilddrüse erfolgte eine Jodgabe, weitere Kontrollen der Schilddrüsenwerte ergaben dann doch eine eindeutige Hypothyreose, weshalb wir nach einiger Zeit auf L-Thyroxin 50 umsetzten .

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Zur Egalisierung der Hormone half Agnus Castus und die

  • Ernährung wurde so umgestellt, dass sie weniger(!) Rohkost aß, dafür mehr gekochtes Gemüse  und nicht zu saures Obst(wird von Menschen, die zu Kälte, Antriebslosigkeit und Frieren neigen, oft besser vertragen als zuviel Rohes ). Zudem fand sie Gefallen an orientalischen Gewürzen, die ihr oft ein wohliges Gefühl der Wärme vermittelten (Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel…  und nach der  ayuvedischen Medizin die Verdauungssäfte anregen sollen.

Gisela ist natürlich noch relativ jung für Wechseljahresbeschwerden, aber machen wir uns nichts vor – ab 35 fängt die Hormontätigkeit an, nachzulassen. Meist merkt man es aber nicht so früh, aber bei Gisela kam eine Schilddrüsenunterfunktion dazu, die übrigens auch nicht soo selten ist!.

Wichtig ist, dass man, an die jeweilige Lebensphase und seinen Lebensentwurf angepasst, seinen Körper entsprechend aufmerksam behandelt und ihm das gibt, was er gerade braucht, damit die volle Leistungsfähigkeit möglichst bis ins hohe Alter erhalten bleibt!

Häufig ist es aber auch so, dass dadurch, dass die Kinder aus dem Haus gehen, sich vielleicht berufliche Veränderungen anbahnen oder man in die ,,Torschlusspanik“ verfällt, ,,nichts“ aus seinem Leben gemacht zu haben (was bei genauerem Hinsehen meist nicht stimmt!), eine Art Mutlosigkeit einstellt, die zu Verdauen ganz schon schwer sein kann! Plötzlich scheint nichts mehr Freude zu bereiten …und am liebsten möchte man sich nur noch verkriechen! Wichtig ist dann, die Signale zu erkennen und sich Hilfe zu suchen. Denn auch bei einer sogenannten ,,Depression“ gibt es wirklich Hilfe. Sei es durch Gespräche, harmonisierende Massagen und Bewegungen wie z.B. beim Thai Chi, oder, wenn es nicht anders geht, auch einmal mit Hilfe von Medikamenten!

Wir haben Glück, in Deutschland zu wohnen, wo man, wenn man lange Wartezeiten in Kauf nimmt, doch noch damit rechnen kann, auch bei solchen Leiden, die eigentlich fast alltäglich sind, adequate Hilfe zu bekommen! Man muss nur wollen, selbst mitarbeiten und dem Ganzen etwas Zeit geben, dann kann man wirklich damit rechnen, dass der Zustand sich wieder deutlich bessert!

Kleine Philosophie zum Älterwerden

Be happy again – heißt es auch  in den Wechseljahren – da innere und äußere Veränderungen oft zusammentreffen komme ich nun noch einmal zu der „Chance, Neues zu beginnen, sich über Altes klar werden„, über die ich schon am Anfang dieses Artikels geredet habe. Wichtig ist, sich, auch, wenn man sich nicht „so gut fühlt“, was eben in dieser Zeit manchmal vorkommt, klarzumachen, dass es weitergeht.

zzoldiebandMan sollte überlegen, was einem wirklich etwas bedeutet. Ja, man hat die Chance, Dinge, für die nie Zeit war, jetzt zu tun . Alte Wünsche können zum Teil jetzt erfüllt werden, wo es ruhiger ist und man vielleicht auch über bessere finanzielle Möglichkeiten verfügt, die aber gar nicht unbedingt für alles nötig sind. Schön ist natürlich, wenn man eine Familie hat, in der man sich wohl fühlt – da ist einem selten langweilig… Aber es gibt auch sonst reichlich Möglichkeiten…  Ich rede nicht nur von Bewegung, am besten an frischer Luft… obwohl das ja auch ein Anfang ist…

Vielleicht möchte man ein Instrument spielen lernen – mein Vater hat im Alter noch mit Kontrabass spielen angefangen und macht mittlerweile bei Konzerten mit – er ist über 70 Jahre alt. Meine Mutter leitet eine Herzsportgruppe und hat viel Freude dabei. Vielleicht möchtet Ihr auch gerne reisen – durch das Internet hat man z.B. bei Couchsurfing die Möglichkeit, an vielen Orten der Welt umsonst zu übernachten. Wer mag, kann auch Leute bei sich übernachten lassen. Das finde ich klasse und zu zweit dürfte sich auch die „Gefahr“ dabei merklich verringern. Aber man lernt neue Leute kennen und kann dadurch seinen eigenen Horizont erweitern. Mode ist auch etwas, was Spaß machen kann und wenn das Äußere stimmt, fühlt man sich innerlich wohler….Möglichkeiten gibt es viele, oft macht es auch mit Mehreren mehr Spaß und oft findet man auch Erfüllung darin, etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Ehrenamtliche Tätigkeiten in Tierheimen oder Krankenhäusern zeigt einem, wie wichtig man für andere sein kann. Als ich Patientin war, habe ich mich über die Hilfe der „grünen Damen“ (ehrenamtliche Krankenhausmitarbeiterinnen, die den Kranken helfen, wenn sie z.B. etwas brauchen…)sehr gefreut.

Zur inneren Ruhe und Augeglichenheit sind viele Frauen von Yoga begeistert: Es kann helfen, die körperlichen Beschwerden in den Hintergrund treten zu lassen und das Innere von „Psychomüll“ zu berfreien, wie mir eine Patientin erzählte. Ich wollte Euch diese bildhafte Aussage nicht vorenthalten…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZu guter letzt noch ein Tipp: Auf keinen Fall sollte man seine Energien in Ärger über Menschen und Dinge, die man nicht ändern kann , vergeuden , dazu ist die Zeit zu kostbar. Denkt immer daran: Es ist nicht Eure Aufgabe, die Welt der Anderen nach Euren Maßstäben verändern zu wollen, sondern Ihr seid ein Teil der Welt und lebt in Ihrem Fluß. Macht Euch klar, was die Welt Euch schon alles gegeben hat und seid dafür dankbar, auch wenn es mal nicht so rund läuft. Wenn Ihr mit Euch in Einklang seid und zufrieden mit dem, was Ihr tut, ist dieser Teil der Welt schon besser…

Rechtliches :Die Inhalte dürfen nur nach Rückfrage und erteilter Erlaubnis kopiert werden. Die darin vorgeschlagenen Therapien sind kein Ersatz für ärztliche Behandlung, die immer bei medizinischen Problemen empfohlen wird. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Haftung übernommen. Bei unklarer Rechtslage wird darauf hingewiesen, dass unter Umständen Markennamen verwandt werden oder sonstige Formulierungen, die als ,,Werbung“ deklariert werden müssen, was ich hiermit tue. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass der folgende Text ohne Auftrag/Bezahlung entstanden ist.